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Langenfeld: Ladendiebstahl mit Messer in der Tasche - Prozessauftakt

Langenfeld : Ladendiebstahl mit Messer in der Tasche - Prozessauftakt

Prozess vor dem Langenfelder Amtsgericht wurde vertagt, weil ein falscher Dolmetscher bestellt war.

Er soll in einem Langenfelder Supermarkt eine Flasche Kräuterlikör und ein Werkzeug im Gesamtwert von 15,98 Euro gestohlen haben. Doch ein Ladendetektiv hielt den 41 Jahre alten Georgier fest, als der im Januar hinter der Kasse aufgefallen und auf den Parkplatz gerannt war. Weil Polizisten bei dem 41-Jährigen ein Taschenmesser fanden, war er gestern vor dem Amtsgericht wegen Diebstahls mit Waffen und versuchter Nötigung angeklagt. Obwohl der Angeklagte das Messer nicht einsetzte, sei allein das Mitführen einer Waffe bei einem Ladendiebstahl ein Delikt, bei dem eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten drohe, meinte der Richter am Rande der Verhandlung.

"Das wäre auch so, wenn ein Polizist mit Dienstpistole einen Ladendiebstahl beginge." Die Verhandlung wurde gestern nach Prozesseröffnung vertagt. Denn der bestellte russische Dolmetscher sprach kein Georgisch, der Angeklagte weder Deutsch noch Russisch.

(mei)