Kurze Vornamen – in Langenfeld beliebt

Elternwahl : Kurze Vornamen – in Langenfeld beliebt

Standesamt-Statistik 2018: Es wird wieder mehr geheiratet, doch die Zahl der Geburten ist rückläufig.

Wenn sich der Trend fortsetzt, haben die Standesämter in Langenfeld und Monheim wieder mehr zu tun als in früheren Jahren. Denn es wird wieder mehr geheiratet. „Wir hatten 2018 einen ordentlichen Anstieg“, berichtet Jochen Buff, Standesbeamter im Langenfelder Rathaus. „Mit 301 Eheschließungen waren wir erstmals seit vielen Jahren wieder über der 300er-Marke.“ Im Vergleich zum Vorjahr haben sich in Langenfeld genau 50 Paare mehr getraut, den Ehebund einzugehen.

Auch in Monheim ist ein Anstieg zu verzeichnen. „2018 gab es 257 Eheschließungen“, sagt Anke Bitsch vom Standesamt in der Gänseliesel-Stadt. Das sind genau 20 mehr als im Vorjahr, als sich 237 Paare trauen ließen.

Was dem Langenfelder Jochen Buff bei den Eheschließungen außerdem auffällt, ist der Wandel bei der Namensführung. „Der Trend geht weg vom Doppelnamen“, erklärt er. Dafür steigt die Zahl der Paare, bei denen jeder seinen eigenen Geburtsnamen behält. In Langenfeld war das 2018 bei fast der Hälfte aller Paare der Fall.

Die Geburtenzahl ging in Langenfeld ein wenig zurück. Erblickten im Jahr 2017 noch 635 Kinder das Licht der Welt, waren es 2018 insgesamt 615 – 51 Prozent Jungs und 49 Prozent Mädchen. „Relativ gesehen, ist die Zahl trotzdem hoch, denn wir liegen damit immer noch über den Sterbefällen“, sagt Jochen Buff. Aber: Unter den Neugeborenen sind auch immer mehr Nicht-Langenfelder. Buff führt die hohe Geburtenrate vor allem darauf zurück, dass in den umliegenden Städten vielfach die Geburtsstationen oder gar ganze Kliniken geschlossen werden. „Viele Solinger Kinder werden in Richrath geboren“, weiß der Standesbeamte.

Auch in Monheim gibt es schon seit Jahren kein Krankenhaus mehr. „Es werden lediglich Hausgeburten beurkundet, wovon es im vergangenen Jahr jedoch keine gegeben hat“, erklärt Anke Bitsch. Somit gibt es für Monheim weder eine Geburtenrate noch eine Liste über die beliebtesten Vornamen. Die kann Langenfeld dagegen vorweisen.

„Von allen Kindern, die beurkundet wurden, hat eins mehr als drei Vornamen bekommen“, sagt Jochen Buff. Der deutschlandweit bei den Mädchen beliebteste Vorname Emma kommt in Langenfeld nur auf Platz drei, und diesen muss er sich noch mit Charlotte, Ida und Marie teilen. Auf Platz zwei der beliebtesten weiblichen Vornamen 2018 steht Lea, und der Spitzenreiter ist Emilia (Archivfoto: Markus Weissenfels).

Bei den Jungs teilen sich Leon, Mika und Milan den dritten Rang vor Elias auf dem zweiten. Klarer Favorit in Langenfeld ist Ben.

Doch nicht nur die erfreulichen Ereignisse wie Geburten und Hochzeiten gehören zum Aufgabenbereich der Standesämter – hier werden auch die Sterbefälle aufgezeichnet. So gab es in Langenfeld 2018 insgesamt 542 Sterbefälle – 49 Prozent Männer und 51 Prozent Frauen. „Das ist mehr als im Jahr davor“, sagt Buff. 2017 wurden 471 Fälle ins Sterberegister aufgenommen. Auch Monheim hat hier einen Anstieg vorzuweisen. „2018 gab es 224 Sterbefälle, 2017 waren es 202“, sagt Anke Bitsch.

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