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Kritik an Konzept zum Hochwasserschutz in Langenfeld

Politik macht Druck beim Hochwasserschutz : Schutzkonzept dümpelt vor sich hin

Der Umsetzungsplan zum Hochwasserschutz überzeugt Politiker nicht. die Grünen fordern konkrete Ziele und ausreichend Geld für den Hochwasserschutz im Haushalt 2022.

Der Umsetzungsfahrplan entspreche nicht dem vor zwei Jahren beschlossenen Hochwasserkonzept, kritisieren die Grünen. „Wir finden uns in Teilen in dem vorgelegten Fahrplan nicht wieder“, sagt Günter Herweg. Es gehe zu langsam und es werde nicht  priorisiert. „Auch uns geht vieles viel zu langsam voran“, erwidert Thomas Küppers, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. „Aber in etlichen Fällen können wir die Maßnahmen nicht zeitnah umsetzen, weil die Grundstücke nicht in städtischem Eigentum sind.“ Fertiggestellt seien die Starkregengefahrenkarten, die auf der städtischen Homepage hinterlegt sind.

Die Verwaltung sei zudem mit etlichen Grundstückeigentümern über Hochwasserschutzmaßnahmen im Gespräch. Auch mit dem Land NRW, Straßen NRW und anderen Institutionen und Unternehmen berate sich die Verwaltung. „Nein, wir können noch keine konkreten Kosten für einzelne Maßnahmen benennen“, so der Fachbereichsleiter. Vieles sei eben noch nicht kalkulierbar. Deswegen schlage die Verwaltung vor, ein „Vorratsbudget für den Hochwasserschutz“ in den Haushalt 2022 einzustellen. „Auf jeden Fall sollte aber ausreichend Geld für den Hochwasserschutz eingestellt werden, um die Bürger zu schützen“, fordert Herweg sowie einen verlässlichen Zeitplan für die Umsetzung.

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In Bearbeitung seien die Informationsschreiben an Anlieger von Gewässern zum Rückbau baulicher Anlagen. Auch die Errichtung von Starkregenschutzpoldern an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet und die Wasserstandüberwachung  von Gewässern via Pegelsensorik bearbeite die Verwaltung. Die Umsetzung des Katastrophenüberlaufs am Richrather See ist noch für dieses Jahr geplant. Die Auftragsvergabe für den Bau eines Hebers und eines Gefahrenüberlaufs für Stichwege am Karpfenweg sei erfolgt.

Für die Änderung des B-Plans  1-113 Hardt/Gladbacher Straße fehlt die politische Zustimmung. Dort soll der Immigrather Bach zwischen der Bebauung Kaisersbusch und der DB-Bahnstrecke so weit wie möglich offengelegt und aufgeweitet werden.

In Bearbeitung ist der Überflutungsschutz Rietherbach/Hildener Straße. Eine Machbarkeitsuntersuchung für die provisorische Nutzbarkeit werde mit Zustimmung der Unteren Wasserbehörde erstellt.

An der Hitdorfer Straße sei die Erneuerung der Drucksonde in einer Pumpstation erfolgt  – eine Störmeldeerfassung sei geplant. Die Sicherung einer Trafostation habe die Verwaltung abgeschlossen. Sie  habe die Deutsche Bahn aufgefordert, einen Entwässerungsgraben wiederherzustellen. An der Gartenstraße führe die Verwaltung Gespräche mit einem Eigentümer, um einen Retensionsraum  zu schaffen. Ziel sei, das durch die Hanglage abfließende Oberflächenwasser auf verfügbaren Flächen zu drosseln und zu speichern, um Unterlieger vor Überflutungen zu schützen.

Auf Antrag der CDU wird der Bereich zwischen Hitdorfer Straße/Hauptstraße, Bahnhof-, Kolping- und Friedensstraße mit in das Hochwasser- und Starkregenkonzept  aufgenommen und einer Risikoanalyse unterzogen.