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Kreis Mettmann: Kreis: Notarzt-Versorgung klappt trotz Betreiber-Wechsel

Kreis Mettmann : Kreis: Notarzt-Versorgung klappt trotz Betreiber-Wechsel

Nach Angaben des Rechts- und Ordnungsdezernenten des Kreises Mettmann, Nils Hanheide, ist die notärztliche Versorgung im Kreis gewährleistet. "Wir haben keinen Notärztemangel", antwortete Hanheide jetzt im Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Verbraucherschutz auf eine Anfrage der "Linken". Diese wollte wissen, wie es um den Rettungsdienst im Kreis bestellt ist. Anlass waren Berichte, dass Notärzte zunehmend Transporte begleiten müssen und dann beim Retten fehlen.

Es gibt fünf Notarzt-Standorte in Ratingen, Velbert, Mettmann, Hilden und Langenfeld, die rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr besetzt sind. Jeder Standort verfüge über einen Notarzt sowie ein eigenes Einsatzfahrzeug mit Besatzung. Gewechselt habe nur der Betreiber einiger Standorte. So hätten die Krankenhäuser in Velbert, Hilden und Langenfeld ihre Verträge mit dem Kreis gekündigt, woraufhin die private "Notarztbörse" mit Sitz in Schleswig-Holstein den Betrieb übernommen habe.

Die "Notarztbörse" sei in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ausgewählt worden und erfülle das Leistungsspektrum. "Durch die Vergabe an die Notarztbörse hat sich keine Veränderung des Systems im öffentlichen Rettungsdienst ergeben", so Hanheide. Kritik an dieser vermeintlichen "Privatisierung" weist der Dezernent zurück. Die zum größten Teil freiberuflichen Notärzte seien weiterhin im Auftrag des Kreises tätig. Auch die Behauptung der Linken, in Heiligenhaus sei es zu Erstversorgungsproblemen durch "das System der Notarztbörse" gekommen, sei unzutreffend.

Die Notärzte gehören zum Rettungsdienst. Sie haben nichts mit den Notfallpraxen zu tun, die von den Kassenärzten für die Versorgung nach Sprechstundenschluss betrieben werden.

(tpp)