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Kreis Mettmann: Weiteres Impfzentrum von Bevölkerung gewünscht

Schutz in der Pandemie : Zweites Impfzentrum gewünscht

Das Impfzentrum in Erkrath soll im Februar an den Start gehen. Doch viele ältere Bürger fordern darüber hinaus einen weiteren, besser erreichbaren Impfstandort. Ratingen ist im Gespräch.

Rolf Steuwe, der Erste Beigeordnete der Stadt Ratingen und Chef des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse (SaE), ist ganz offen. Man hat sich schon einmal um ein Impfzentrum beworben und dem Kreis einen Standort genannt. Die Stadt Erkrath bekam damals den Zuschlag mit dem Ergebnis, dass viele Bürger im Nordkreis nicht wissen, wie sie dieses Impfzentrum erreichen sollen. Ältere Bürger melden sich bei unserer Zeitung und suchen Rat, viele sind nicht mehr mobil, können also aus eigener Kraft gar nicht nach Erkrath fahren.

Die Diskussion um Impfstrategien und Impfstandorte erhöht den Druck auf die Verantwortlichen, nämlich das Land und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein, die entscheiden, wo weitere Impfstandorte entstehen sollen. Steuwe könne einen Ratinger Standort präsentieren, der per Auto, Bus und Bahn gut zu erreichen sei. Zur Erinnerung: Vorm Impfzentrum in Erkrath gibt es zwar viele Parkmöglichkeiten, von der S-Bahn-Haltestelle sind gute zehn Minuten zu Fuß zu absolvieren.

„Wenn wir genügend Impfstoff erhalten, müssen wir überlegen, ob wir das Impfzentrum erweitern oder ein weiteres eröffnen können“, betonte Landrat Hendele. „Die Entscheidung liegt jedoch nicht bei uns, sondern beim Land und der KV.“ Er reagierte auch auf Kritik von RP-Lesern, die sagten, dass der Impfstandort Erkrath am Ende der Welt liege. Hendele betonte: „Vorgabe des Landes war, in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt jeweils ein Impfzentrum zu errichten.

Wegen der Erreichbarkeit für alle Kreisbürger – ob sie nun in Langenfeld und Monheim oder Velbert und Heiligenhaus oder auch Ratingen wohnen – bevorzugte der Kreis einen möglichst in der Kreismitte gelegenen Standort. Derweil gibt es ein erstes Resümee zum Impfen. Der Anfang war „etwas holprig. Aber nicht nur bei uns, sondern bundesweit“, urteilt Kreissprecherin Daniela Hitzemann über „kleine Ruckeligkeiten zum Start“.

„Ist der passende Impfstoff in passender Menge vorrätig, können wir von jetzt auf gleich den Betrieb hochfahren“, beschreibt Kreissprecherin Hitzemann, dass das Impfzentrum startklar ist. Per Terminvergabe, die unter der Hotline 116117 erfolgen wird, werden die Bürger informiert, wer wie einbestellt wird.  „Jeder erfährt rechtzeitig, wann er dran ist“, verspricht Hitzemann. Die Reihenfolge richtet sich nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts.