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Kreis Mettmann: Typisch Neandertal: Leckeres ganz nah

Regionales Qualitätssiegel : Typisch Neanderland: Leckeres ganz nah

Das 2016 vom Tourismusmarketing des Kreises Mettmann eingeführte Qualitätssiegel hat sich einen Namen gemacht.

Gestartet wurde das Projekt „Typisch Neanderland“ im Juni 2016. Mit diesem Siegel bewirbt die Tourismus-Abteilung des Kreises Mettmann seither Betriebe und Organisationen, die heimische Erzeugnisse oder besondere Erlebnisse und Aktivitäten anzubieten haben. Damit waren bestimmte Ziele verknüpft. „Wir wollten netzwerken, aber auch Kooperationen eingehen und neue Personengruppen für das Neanderland generieren“, erklärte Projektleiterin Anette Pesler während einer Präsentation im Mettmanner Restaurant Neandertal No. 1.

Dort zogen Beteiligte  ein positives Fazit nach drei Jahren Projektlaufzeit. In drei Kategorien konnten sich kleine und mittelständige Unternehmen aus der Region um das „Typisch Neanderland“-Siegel bewerben: Gastgeber, Erzeuger und Landerlebnisse. Durch Workshops wurden Interessierte informiert. „Es wurden Ideen entwickelt, Erwartungen angeglichen und erste Kooperationen eingegangen“, erzählte Pesler.

 Dagmar Tiedeck (Bild)  und Heike Hungenberg aus Langenfeld stellen unter dem Namen „Frucht Natur“ Marmeladen und Aufstriche her.
Dagmar Tiedeck (Bild)  und Heike Hungenberg aus Langenfeld stellen unter dem Namen „Frucht Natur“ Marmeladen und Aufstriche her. Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Bald schon waren 15 Erzeuger, Gastronome und Dienstleister ausgezeichnet. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Das Projekt wurde mit Plakaten, Flyern, aber auch Bannern an Brücken, Seitenaufklebern an der Regiobahn, mit Anzeigen und in den sozialen Medien umfangreich bekannt gemacht, so dass inzwischen 30 Betriebe das Siegel verwenden dürfen. Durch Verkostungen der Erzeugnisse etwa in der Kreis-Kantine, durch Stände auf Märkten und Aktionen wurde aus dem Projekt eine Marke. „Wie schmeckt das Neanderland? Ihre Produkte geben darauf die Antwort“, sprach Anette Pesler zu den Teilnehmern.

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Rund 217.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) flossen in das Projekt. Die Laufzeit ist nun zu Ende. Ab dem 1. Dezember muss „Typisch Neanderland“ ohne die EFRE-Förderung auskommen. Anette Pesler warf einen Blick in die Zukunft: „Das erfolgreiche Projekt wird als Produktlinie des Neanderlands fortgeführt.“ Es soll nachhaltig verankert werden im  Tourismusmarketing des Kreises. Amtsleiter Dirk Haase bezeichnete das Siegel als „eine Anerkennung, ein Signal nach draußen“.Den Fokus auf regionale Produkte und Erlebnismöglichkeiten zu legen, sei angesichts des Klimawandels die richtige Entscheidung gewesen.

Bei der Präsentation wurden gleich vier weitere Unternehmen mit dem Siegel ausgezeichnet: das Café Schwan in Wülfrath, Katy Schnee für den Gin „Düsselwasser“, der Kräuterlikör „Heidoli“ der Familie Doppstadt sowie das Restaurant Neandertal No. 1. Außerdem gab Valeria Scalerandi von „Tourismus NRW“ einen kurzen Einblick in das Projekt „Gutes aus NRW genießen“, das Tourismus und Kulinarik verbindet. Dieses von der EU geförderte Projekt lief ebenfalls drei Jahre. „Die Ziele waren ähnlich wie bei ,Typisch Neanderland’“, erklärte Scalerandi. Zum Anreiz sei ein Heimatgenuss-Award ausgelobt worden. „Es ging um Erlebnisse rund um Genuss.“  Infos hierzu gibt es in den Leitfäden für Erzeuger oder Gastronome in der Infothek der Tourismus NRW-Website.