Langenfeld: Kommunal-Soli kippt Haushalt ins Defizit

Langenfeld : Kommunal-Soli kippt Haushalt ins Defizit

Der Haupt- und Finanzausschuss hat gestern den städtischen Haushalt für 2014 beschlossen – mit einem Defizit von 3,3 Millionen Euro. Schuld an dem Loch ist laut Kämmerer Detlev Müller "einzig und allein" der "Kommunal-Soli".

Der Haupt- und Finanzausschuss hat gestern den städtischen Haushalt für 2014 beschlossen — mit einem Defizit von 3,3 Millionen Euro. Schuld an dem Loch ist laut Kämmerer Detlev Müller "einzig und allein" der "Kommunal-Soli".

Ohne diese Umlage (2014 3 Mio. Euro), die das Land steuerstarken Städten auferlegt hat, um überschuldeten Kommunen zu helfen, hätte Langenfeld einen "grundsoliden Haushalt", betonte Müller. Gestopft wird das Loch mit Mitteln aus der Rücklage (jetzt noch 13,5 Mio. Euro). Müllers Zahlenwerk hat ein Gesamtvolumen von 149 Millionen Euro. Auf der Einnahmenseite ist der größte und bewegliche Posten, die Gewerbesteuer, wie im Vorjahr mit 50 Mio. Euro veranschlagt. Die Einkommensteuer trägt mit 31 Mio. Euro zur Finanzierung bei (1,7 Mio. Euro mehr als 2013).

Bei den Ausgaben schlagen nach dem umfassenden Bereich "Transferaufwendungen" (für Kreis, Heimunterbringung von Kindern etc.; insgesamt 77,5 Mio. Euro) die Personalaufwendungen am stärksten zu Buche: Gegenüber dem Vorjahr steigen sie um 1,3 Prozent auf 36,6 Mio. Euro. Zusätzliche Stellen gab es vor allem für die Kinderbetreuung.

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Teuerste Bauprojekte sind in diesem Jahr der Gesamtschulneubau an der Metzmacher Straße (2014 fallen 3,6 der insgesamt 14 Mio. Euro an), die Mensa-Erweiterung am Götscher Weg (450 000 Euro), der Regenwasserkanalbau Am Weiher (244 000) sowie die Straßenbaumaßnahmen Poensgenstraße (840 000), Am Solpert (400 000), Liebigstraße (250 000) und Hans-Sachs-Weg (220 000). Neue Fahrzeuge für Betriebshof und Feuerwehr kosten rund 1 Mio. Euro.

Gegenüber dem im Dezember vorgelegten Entwurf hat sich vor allem eine Einsparung ergeben: Der Abriss im Plangebiet In den Griesen (Alte Feuerwache/Stadtwerke) wird 500 000 Euro weniger kosten als zunächst geplant (jetzt 800 000 Euro).

(gut)
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