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Monheim: Kommentar: Sprengkraft

Monheim : Kommentar: Sprengkraft

Dissens statt Konsens: Auf diese Formel lässt sich der Streit um die Zukunft der weiterführenden Schulen bringen. Ginge es nicht um die neuartige Sekundarschule, sondern um ihre nahe Verwandte, die inzwischen gerichtlich gestoppte Gemeinschaftsschule, wäre der Fall klar. Das neue Schulmodell wäre geplatzt, weil es ohne einen breiten kommunalen Konsens nicht hätte eingeführt werden dürfen.Aus Sicht der CDU gilt diese zwingende Voraussetzung auch für das Nachfolge-Modell Sekundarschule. Der Bürgermeister sieht das jedoch anders. Für ihn ist der Schulversuch mit Namen "Gemeinschaftsschule" eben nicht vergleichbar mit dem Thema Sekundarschule. Schließlich sei Letztere flächendeckend für ganz NRW gedacht. Und in diesem Fall sei es "völlig normal", wenn es gegnerische Gruppen und Stimmen in einzelnen Kommunen gäbe.

Egal, ob Zimmermann abergläubisch ist oder nicht. Die Spengkraft des 13. Novembers sollte er nicht unterschätzen. Scheitert er (fürs erste) mit seinen Sekundarschul-Plänen am Souverän (den Bürgern), wäre er politisch massiv beschädigt. JJ

(RP)