Klinik Langenfeld

Klinik Langenfeld: Stadt schenkt Klinik neue Technik

Zum 125. Geburtstag: Verwaltung und Förderverein übergeben Endosonographie-Gerät ans St.-Martinus-Krankenhaus.

   In manchen Fällen können Mediziner die Ursache für Beschwerden nicht von außen erkennen;  etwa bei hartnäckigen Magen- oder Darmerkrankungen. Im Langenfelder Martinus-Krankenhaus können die notwendigen Untersuchungen jetzt optimiert werden. Mit dem neuen Endosonographie-Gerät sind Ultraschalluntersuchungen im Magen-Darm-Trakt möglich, bei denen der Schallkopf nicht von außen auf die Haut aufgedrückt, sondern in den Körper eingeführt wird.

Das 150.000 Euro teure Geschenk der Stadt Langenfeld zum 125-jährigen Bestehen des Krankenhauses überreichten am Montagnachmittag Vize-Bürgermeister Dieter Braschoss (CDU), auch Vorsitzender des Krankenhaus-Ausschusses, und die Erste Beigeordnete Marion Prell an Dr. Hansulfert Segendorf, seit Februar 2018 Leiter der Inneren Abteilung, und Verwaltungsleiter Stephan Muhl.

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„Gegenüber der Untersuchung durch die äußere Haut liegt das Zielorgan näher am Ultraschallkopf und kann dadurch schärfer und genauer dargestellt werden oder wird überhaupt erst sichtbar“, erklärte Segendorf im Pressegespräch. Auch können Auffälligkeiten unmittelbar behandelt werden, etwa das Anstechen einer Zyste, Punktieren, Probenentnahme oder die Entfernung von Polypen. Dank „Arietta“, so der Name der High-Tech-Endosonographie-Einheit, sind Tumore besser einzuschätzen und die Untersuchungen mit belastenden Röntgenstrahlen werden seltener notwendig. Bis zu 150 Untersuchungen jährlich werden im St. Martin-Krankenhaus mit der neuen hochauflösenden Technik optimiert werden können, prognostiziert der Mediziner.

Der 150 Mitglieder starke Förderverein des Krankenhauses hatte die Anregung für diese Investition gegeben, der Sozialausschuss folgte einem entsprechenden Antrag im Juli einstimmig, der nun in wenigen Wochen realisiert werden konnte. Fördervereins-Vorsitzender Magnus Staehler dankte den Beteiligten „die bei der Umsetzung der Idee vorbildlich an einem Strang zogen“. Für Staehler ist die permanente Unterstützung des Krankenhauses  durch den Förderverein – in 20 Jahren rund 800.000 Euro – eine tragende Säule für die Zukunft des Krankenhauses am Standort Langenfeld. Die Verbundenheit der Stadt und ihrer Bürger zum St. Martinus-Krankenhaus habe gute Tradition. „Kleine Häuser haben es nicht leicht, im Wettbewerb zu bestehen“. Mit Blick auf die Krankenhausschließung in Monheim und den Wegfall der Gynäkologie in Solingen gelte es, „den Anfängen zu wehren“.

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