Monheim: Kinder von Anfang an fördern

Monheim: Kinder von Anfang an fördern

Bildungsoffensive 2020: Die Stadt Monheim startet an der Heinestraße mit Unterstützung der Awo und der Stiftung Wohlfahrtspflege das Projekt „Mo.Ki Baby“ als drittem Baustein zur Armutsprävention und für Chancengleichheit.

Das jahrelang leerstehende Ladenlokal an der Heinestraße 2 wird ab November mit neuem Leben gefüllt: „Mo.Ki Baby“ ist der dritte Baustein der „Bildungsoffensive 2020“, die in Form einer Präventionskette die Bildungs- und Entwicklungschancen aller Monheimer Kinder von der Geburt bis zur Berufsausbildung erhöhen will. Starke Partner der Stadt sind seit Mo.Ki I der Awo-Bezirksverband Niederrhein e.V. und seit Mo.Ki II die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW.

„Leuchtturm-Projekt Mo.Ki“

Deren Vorstandmitglied Wolfgang Heiliger konnte das „Referenzprojekt“ bei der gestrigen Pressekonferenz nicht hoch genug loben: „Mo.Ki ist von allen Projekten für benachteiligte Kinder, die unsere Stiftung unterstützt, der höchste Leuchtturm.“ Da strahlt auch Mo.Ki-Koordinatorin Inge Nowak. Der Baustein Mo.Ki-Baby sei nach den Initiativen für Kindergarten- und Grundschulkinder überreif gewesen: „Hier werden Familien aufgeschlossen, um weiterhin Vertrauen zu investieren“, so Heiliger.

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Mit dieser Aufgabe sind vorrangig Sandra Pantuschky, die bereits als Familienhebamme im Berliner Viertel tätig ist, und Renate Sdun betraut. Nachdem sie 26 Jahre beim Allgemeinen Sozialen Dienst tätig war, wird die Sozial-Pädagogin künftig alle frisch gebackenen Eltern anschreiben und einen Besuch anbieten, bei dem sie den jährlich rund 400 Neugeborenen ein Begrüßungspaket der Stadt überreicht und über die Angebote von Mo.Ki informiert.

Kinder aus Risikofamilien würde Gunder Heimlich am liebsten schon pränatal begleiten. „Prävention statt Krisenintervention“ bringt der neue Vorsitzende des Awo-Bezirksverbandes Niederrhein das Motto auf den Punkt. „Am Ende der Präventionskette muss die Chance stehen, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können“, umreißt Bereichsleiterin Annette Berg das gemeinsame Ziel.

Nachdem die Stiftung bereits seit 2005 und noch bis Ende diesen Jahres mit 700 000 Euro das Grundschul-Programm unterstützt – die Kosten für die Schulsozialarbeiterin übernimmt ab 2009 die Stadt – , wird „Mo.Ki Baby“ nun ebenfalls für drei Jahre mit insgesamt 550 000 Euro bezuschusst. Hinzu kommen 70 000 Euro vom NRW-Familienministerium für die Evaluation. Bürgermeister Dr. Thomas Dünchheim hofft auch weiterhin auf wohlmeinende Partner: Die Bausteine Mo.Ki III für 11- bis 16-Jährige und Mo.Ki IV für den Übergang von der Schule in den Beruf sind in Arbeit.

(RP)
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