Langenfeld: Kinder lieben neue Kita am Freizeitpark

Langenfeld : Kinder lieben neue Kita am Freizeitpark

Der in Langenfeld für 4,6 Millionen Euro an der Langforter Straße errichtete Kindergarten ist bezogen, weitere folgen.

Karlotta und Finn gehen mit anderen Knirpsen erstmal nach draußen auf Erkundungstour. Mit 109 anderen Mädchen und Jungen haben sie den neu gebauten Kindergarten an der Langforter Straße bezogen. Direkt neben dem Eingang des Freizeitparks zieht er in der Langenfeld-Stadtfarbe leuchtend-grün die Blicke auf sich. Im eingezäunten Außengelände haben Karlotta, Finn und Co reichlich Platz - und es wird noch schöner: "Demnächst werden dort Spielgeräte montiert", sagt Kita-Leiterin Stefanie Montalbano.

Rund 4,6 Millionen Euro hat der Bau dieses überwiegend mit städtischen Geldern finanzierten Kindergartens gekostet, der fast baugleich mit der 2013 eröffneten Groß-Kita am Möncherderweg ist. Auf 1400 Quadratmeter Nutzfläche hat jede der sechs Gruppen Hauptraum, Sanitärbereich und je zwei Nebenräume etwa als Schlaf-, Therapie- oder zusätzliches Spielzimmer; so können auch Kleinkinder untergebracht werden.

"Wir haben Platz ohne Ende", freut sich Montalbano, die mit Kindern und Erzieherinnen vom bisherigen Domizil im Containergebäude Auf dem Sändchen dorthin gezogen ist. Kein Vergleich zu den bisher beengten Verhältnissen in jener Kita "Pusteblume".

Dieser Name ist laut Fachbereichsleiter Ulrich Moenen nun Geschichte, zumal auch Kinder aus der ehemaligen SGL-Kita am Fahlerweg in dem Neubau betreut werden. "Es soll nun ein neuer Name gesucht werden." Nach Montalbanos Angaben hat die mit 22 Mitarbeitern inklusive Küchenhelfern gut ausgestattete Kita an der Langforter Straße zwei Schwerpunkte. "Wir fördern Kinder mit besonderen Begabungen etwa auf musischem und sportlichem Gebiet oder wenn sie etwa schon mit vier Jahren lesen können."

Auch naturwissenschaftliche Kenntnisse sollen spielerisch und unterhaltsam nahegebracht werden. "Wir waren ja schon Auf dem Sändchen seit Jahren als Haus der kleinen Forscher zertifiziert. Das wollen wir mit der guten Lage am Freizeitpark verstärken. Den haben wir auch schon bisher oft genutzt, müssen jetzt aber keine Straße mehr überqueren." Der über 40 Jahre alte Containerbau Auf dem Sändchen wird laut Stadtverwaltung Anfang 2018 abgerissen; das Gelände werde vorerst nicht neu bebaut, sondern dem Konrad-Adenauer-Gymnasium als Freifläche zugeschlagen.

Moenen nannte im Gespräch mit unserer Zeitung weitere Bauvorhaben, um in Langenfeld die Zahl der zurzeit 1880 Betreuungsplätze für Kinder in Kitas oder bei 45 Tageseltern zu erhöhen. Ab Anfang 2018 soll im Berghausener Neubaugebiet um den Rewe-Markt eine ebenfalls mit 4,6 Millionen veranschlagte Groß-Kita errichtet werden.

Nach Angaben der städtischen Architektin Christiana Schwarz wird für sechs Gruppen in der Nähe des Seniorenheims am Geranienweg ein zweigeschossiges Gebäude entstehen. "Das Gelände ist zu klein für einen ebenerdigen Bau. Dann bliebe nicht ausreichend Freifläche zum Spielen übrig." Darüber sollen laut Moenen die Stadtpolitiker in Kürze unter mehreren Interessenten zwei Betreiber für jeweils viergruppige Kitas an der Robert-Bosch-Straße und im Jansenbusch festlegen.

(mei)