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Langenfeld/Monheim: Katholiken wählen Pfarrgemeinderäte

Langenfeld/Monheim : Katholiken wählen Pfarrgemeinderäte

Am Samstag und Sonntag können Langenfelder und Monheimer ab dem 14. Lebensjahr mit Stimmzetteln entscheiden, wer für die nächsten vier Jahre in das jeweils 14-köpfige Beratungs- und Entscheidungremium einziehen soll.

An diesem Wochenende wählen die Katholiken in beiden Städten den neuen Pfarrgemeinderat (PGR). Dieses pastorale Beratungs- und Entscheidungsgremium hat jeweils 14 Mitglieder. In Langenfeld kandidieren 16 Frauen und Männer, in Monheim 20. "Ich bin froh, dass es den Gemeinderat gibt", sagt Burkhard Hoffmann, Pfarrer an St. Gereon. "Dieses Gremium berät einerseits das Seelsorger-Team in wichtigen Fragen und gibt uns oft wertvolle Hinweise. Andererseits trägt es dazu bei, dass die katholische Kirche möglichst breit bei den Menschen in der Gemeinde verankert ist. Viele Leute kennen den ein oder anderen Kandidaten, wissen dann, ob er die eigenen Ansichten teilt." Sehr erfreulich findet Hoffmann die Entscheidung des Erzbistums, dass erstmals Katholiken ab dem 14. Lebensjahr abstimmen dürfen.

 Der Monheimer Pfarrer Burkhard Hoffmann (Bild: in St. Johannes) betrachtet den Pfarrgemeinderat als wichtiges Gremium.
Der Monheimer Pfarrer Burkhard Hoffmann (Bild: in St. Johannes) betrachtet den Pfarrgemeinderat als wichtiges Gremium. Foto: RALPH MATZERATH

In Langenfeld endet eine Ära. Denn nach 24 Jahren im PGR tritt der seit 20 Jahren als Vorsitzender amtierende Wilfried Kehr (63) nicht mehr an. "Es ist jetzt mal an der Zeit, die Anderen ran zu lassen", meint der Rentner, der beruflich als Informatik-Fachmann tätig war. "Zumal die letzten vier Jahre durchaus etwas anstrengender waren als die Zeit davor." Die zum 1. Januar 2011 erfolgte Fusion von acht Kirchengemeinden zur großen Pfarrei St. Josef und Martin habe einige Veränderungen mit sich gebracht. Vor allem wegen des Wegfalls von Sonntagsgottesdiensten etwa in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt gab es danach Kritik, die sich auch gegen den PGR und dessen Vorsitzenden richtete. "Ich scheide aber nicht im Groll", betont Kehr. "Ich werde auch weiter im Ortsausschuss mitwirken."

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Rückblickend seien für die Arbeit des Langenfelder PGR gerade die letzten vier Jahre interessant gewesen, fuhr Kehr fort. Zusätzlich zur grundsätzlichen Aufgabe, das Pastoralteam gemeinsam mit dem für finanzielle und rechtliche Fragen zuständigen Kirchenvorstand zu unterstützen, gelte es, die Identität der Großgemeinde zu stärken. Etwa durch das neue Logo: ein aus acht Teilen zusammengesetztes Kreuz. Andererseits kümmern sich acht Ortsausschüsse um die Belange der ehemaligen Gemeinden, die nun als "Orte kirchlichen Lebens" bezeichnet werden. Kehr: "Es war uns allen wichtig, dass auch nach der Fusion das kirchliche Leben vor Ort weitergeht." Das vorhandene Engagement habe sich 2012 beim stadtweiten Konvent gezeigt. Dort geäußerte Ideen werden seither in zehn Arbeitsgruppen weiterentwickelt.

PGR-Kandidaten in Langenfeld: Thomas Antkowiak, Fritz Dusch, André Gaßmann, Hiltrud Güth, Dr. Horst Harenberg, Ulrich Heisele, Reinhold Keppeler, Daniel Klaas, Gerhard Krebs, Albert Lange, Josef Mertin, Günter Pott, Johannes Schmidt, Norbert Übber, Angela Villhauer, Daniela Viol. Monheim: Ingrid Anschütz, Ursula Arndt, Ursula Budde, Katrin Hannawald, Markus Jöbstl, Elisabeth Kluczny, Markus Menrath, Lydia Möller-Herkenhoff, Barbara Ondera, Manfred Poduschnick, Theresia Pohlmann, Stefan Schertgens, Ludger Schmitz, Winfried Schorn, Claudia Stelzmann, Andreas Terhaar, Barbara Thomas, Regine Ullrich, Marianne van den Boom, Georg Werner.

(RP)