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Monheim: Karnevalszug soll für Klimaschutz werben

Monheim : Karnevalszug soll für Klimaschutz werben

Ob Schüler, Brauchtumsvertreter und Vereine: Beim Klimaschutz sollen alle an einem Strang ziehen, wünschen sich Workshopteilnehmer und Organisatoren.

Taugt der Klimaschutz als Thema des Rosenmontagszugs? Aber ja! "Ideen konkretisieren und abrunden, Kosten und Zeitschiene präzisieren, Verantwortliche als Paten finden." So nannte Bürgermeister Daniel Zimmermann am Mittwochabend vor 25 Teilnehmern im Sitzungssaal des Rathauses die Ziele des zweiten Workshops auf dem Weg zum Monheimer Klimaschutzkonzept.

Nach der sehr gut besuchten Eröffnungsveranstaltung blieb jetzt — wie bereits beim ersten Workshop im November — die Zahl der Besucher überschaubar. "Wir hatten gehofft, dass sich mehr beteiligen", bedauerten die Eheleute Renate und Willi Cawello. Gerade die jüngere Generation, "die das Thema eigentlich mehr interessieren müsste als die Generation 50plus", machte sich rar.

Nach einer kurzen Einleitung von Kurt Hundenborn, der das Konzept innerhalb der Verwaltung betreut, verteilten sich die Workshopteilnehmer für eine Stunde auf vier Arbeitsgruppen. Die Cawellos berieten zum Thema "Öffentlichkeitsarbeit", andere Gruppen kümmerten sich um die Handlungsfelder "Sanieren im Bestand", "Regenerative Energien und Energieerzeugung" und "Verkehr und Mobilität". Koordiniert und moderiert wurde die Arbeit in den Kleingruppen vom Team infa enermetric GmbH aus Emsdetten, das bereits die Ergebnisse des ersten Gesamtworkshops übersichtlich zusammenstellte.

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Renate Cawello war mit dem Ablauf zufrieden: "Wir sammeln noch, stehen aber quasi in den Startlöchern." Ihre Gruppe hatte unter anderem diskutiert, wen man ansprechen kann, um bei möglichst vielen Gelegenheiten das Thema Klimaschutz zu präsentieren, etwa bei den Monheimer Traditionsveranstaltungen wie Karnevalszug oder Septemberfest. Es ging auch um die Mitwirkung von Schulen "Wir müssen die notwendigen Informationen interessant oder spielerisch rüberbringen", lautet ihr Vorschlag. In der Gruppe "Sanieren" wurden erste konkrete Beispiele genannt; einem Teilnehmer war es gelungen, den Energieverbrauch seines Hauses auf ein Achtel der bisherigen Werte zu reduzieren.

Ende Juli werden Reiner Tippkötter von der Infa enermetric und Kurt Hundenborn dem als Lenkungsgruppe fungierenden Verwaltungsvorstand um Bürgermeister Zimmermann die ersten Ergebnisse der Workshops präsentieren, danach geht es in die politische Beratung.

In einem Zwischenschritt sind Exkursionen zu möglicherweise als Modell geeigneten Projekten denkbar. Letztlich gilt es zu klären, ob und wie aus den Visionen konkrete Handlungsaufträge werden; das heißt, es müssen für jede Idee offene Fragen beantwortet werden. Etwa: Was soll oder kann gemacht werden? In welchen Einzelschritten? Was kostet es? Rechnet es sich? Wie sieht die Zeitschiene aus? Wer soll die Maßnahme begleiten, betreuen und verantworten? Der städtische Koordinator Hundenborn lobte abschließend den Eifer der Akteure. Das Klimaschutzkonzept Monheim sei auf einem guten Kurs.

(mmo)