Bilanz von Polizei und Ordnungsämtern Bisher friedlicher Karneval in Langenfeld und Monheim

Langenfeld/Monheim · Tausende, teils Zigtausende feierten in Langenfeld und Monheim. Bei keinem der bisherigen Züge sei es zu größeren Zwischenfällen gekommen, melden die Ordnungsbehörden.

Der Karnevalszug am Samstag durch die Langenfelder Innenstadt.

Der Karnevalszug am Samstag durch die Langenfelder Innenstadt.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Nach Angaben der Stadt Langenfeld säumten beim Lichterzug in Reusrath mehr als 20.000 Jecken die Zugstrecke durch das Insektenviertel und die Opladener Straße entlang. Die Stadt führt den großen Andrang auf den besonderen Charakter des Zuges zurück. Auch das WDR-Fernsehen berichtete in seiner Lokalzeit live von dem längst nicht mehr nur lokalen Ereignis im Stadtsüden.

„Die Sicherheitskonzepte bei allen drei Langenfelder Zügen sind aufgegangen“, fasst der städtische Ordnungsamtsleiter Christian Benzrath die Abläufe in Langenfeld-Mitte (Samstag) sowie Berghausen und Reusrath (jeweils Sonntag) zusammen. Neu waren mit Gittern abgesicherte Engstellen in Berghausen und Reusrath. „Das hat sich bewährt, die Zuschauer standen sicherer und die Zugteilnehmer konnten deutlich entspannter die Stellen passieren“, resümiert Benzrath als Leiter des Koordinierungsteams, das den Einsatz von Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt, Betriebshof, Kanalbetrieb und Hilfsorganisationen vorbereitet hatte. Größere Probleme seien nach den friedlichen Umzügen am Samstag und am Sonntagnachmittag auch abends in Reusrath ausgeblieben. „Zwar wurde bei einigen Jugendlichen Alkohol sichergestellt, die Mehrheit der Kontrollierten hielt aber die Altersgrenzen ein“, so Benzrath. Das Deutsche Rote Kreuz habe nur wenige Male Erste Hilfe leisten müssen, Krankentransporte blieben aus. Auch für die „Hingucker“ – Freiwillige, die unter anderem Anti-K.o.-Tropfen-Flaschenverschlüsse verteilen – sei der Einsatz entspannt gewesen, so die Stadt: „Die ehrenamtliche Hilfe wurde freundlich angenommen.“

Auch die Polizei zieht eine positive Bilanz des Karnevalsgeschehens am Wochenende. Den Langenfelder Innenstadt-Zug besuchten nach ihrer Schätzung rund 25.000 Menschen. Eingriffe seien nur selten nötig gewesen. Schwerpunkt der polizeilichen Maßnahmen war der Bereich an der Mack-Stele auf dem Sparkassen-Vorplatz, wo sich rund 400 Jugendliche und Heranwachsende versammelt hatten, die zum Teil stark alkoholisiert waren. Insgesamt musste die Polizei hier nach eigenen Angaben neun Platzverweise erteilen, ferner wurden die Personalien von 23 Menschen festgestellt. Für drei Jecken endete der Karnevalszug im Polizeigewahrsam – einmal zur Durchsetzung eines Platzverweises und zweimal zur Verhinderung von Körperverletzungsdelikten.

Karneval 2024: Bilder vom Lichterzug​ in Langenfeld-Reusrath
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Reusrather Lichterzug

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Foto: Matzerath, Ralph (rm-)
Karneval 2024: Der Zug durch Langenfeld-Berghausen - Berches-Bilder
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Berches feiert seinen Dorfzug

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Foto: Matzerath, Ralph (rm-)
Karneval 2024: Bilder vom Zug in Monheim-Baumberg
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Veedelszoch in Baumberg

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Foto: Matzerath, Ralph (rm-)
Karneval 2024: Bilder vom Zug in Langenfeld
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D’r Zoch und seine Jecken

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Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Einen „äußerst friedlichen Karnevalszug“ hätten am Sonntagvormittag die rund 7000 Besucher in Baumberg erlebt, freut sich die Polizei. Es sei zu keinerlei Störungen gekommen. Auch am Nachmittag blieb es in Monheim friedlich: Zum Kinderkarnevalszug durch die Altstadt kamen etwa 4000 Jecken.

Auch mit Blick auf den „Lichterzug“ in Reusrath berichtet die Polizei von einem „friedlichen Verlauf“. Im Bereich eines Grillrestaurants an der Opladener Straße hätten sich rund 400 Jugendliche und Heranwachsende zusammengefunden, die zum Teil erheblich alkoholisiert waren. „Nennenswerte Störungen gingen von dieser Gruppe aber nicht aus – es kam zu keinerlei Ingewahrsamnahmen“, so die Polizei.

(gut)
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