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Langenfeld: Jungen – macht doch 'mal Theater

Langenfeld : Jungen – macht doch 'mal Theater

Die junge Theatertruppe Blinklichter hat eine guten Ruf unter Jugendlichen. Viele nutzten deshalb die Chance, in einem Workshop hinter die Kulissen zu schauen.

Die junge Theatertruppe Blinklichter hat eine guten Ruf unter Jugendlichen. Viele nutzten deshalb die Chance, in einem Workshop hinter die Kulissen zu schauen.

Seit 1979 begeistern die Blinklichter mit fantastischen Theaterstücken Jung und Alt. Doch nicht nur für viele Zuschauer, auch für die jungen Darsteller sind die jährlichen Auftritte des Kinder- und Jugendensembles ein tolles Erlebnis. Während eines dreistündigen Workshops sucht Theaterpädagogin Elisabeth Schafheutle neue Talente für die Bühne.

"Da einige ältere Blinklichter zum nächsten Jahr hin das Ensemble verlassen werden, können wir ein paar Quereinsteigern die Möglichkeit geben, bei uns mitzumachen", freut sich die Regisseurin. Die Plätze bei den Blinklichtern sind hart umkämpft. Lange Wartezeiten von bis zu drei Jahren und länger sind dabei keine Seltenheit. "Natürlich finden wir das selbst auch schade, aber die Plätze auf der Bühne sind begrenzt. Mit unserem Workshop wollten wir Jugendlichen ab Jahrgang 1996 und älter die Gelegenheit bieten, sich zu präsentieren."

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Neun Jugendliche haben die Chance ergriffen, um einmal in die Proben der Blinklichter hinein zu schnuppern. Die Hoffnung, vor allem Jungen für das Theater zu begeistern, wurde leider enttäuscht. Gerade einmal zwei Mutige nehmen an dem Workshop teil: "Ich bin hier, weil ich die Stücke der Blinklichter immer toll fand. Jetzt will ich mal schauen, was es bedeutet, mitzumachen", sagt Michael (14). Alexander (14) stimmt ihm zu: "Ich stelle mir das Theaterspielen einfach sehr interessant vor."

In dem Workshop lernen die Teilnehmer die Kursarbeit der Blinklichter kennen und können schon einmal zeigen, was in ihnen steckt. Schwerpunkt der drei Stunden ist die authentische Darstellung von Emotionen. "Hierbei ist es nicht wichtig, wie man ist, wenn man zum Beispiel Trauer spielt, sondern wie ihr seid, wenn ihr traurig seid. Um etwas auf der Bühne rüber zu bringen, müsst ihr euch zu aller erst selbst kennen", erklärt Elisabeth Schafheutle. Schnell merken die Teilnehmer, dass diese so leicht klingende Aufgabe gar nicht so einfach umzusetzen ist. "Ich trau mich manchmal einfach gar nicht so recht, aus mir rauszukommen", gibt Romy (13) zu. "Es ist schön, dass einmal auszuprobieren." Zum Schluss spielen die Teilnehmer verschiedene Szenen, in denen sie ohne jedes Wort die Emotionen wechseln – schon gar nicht schlecht für das erste Mal. Alexander ist begeistert: "Der Workshop war wirklich klasse!". Auch Michael resümiert: "Der Workshop hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber leider wird für die Vorstellungen so viel geprobt, dass ich mein Judo aufgeben müsste." "Ja", sagt Elisabeth Schafheutle verständnisvoll. "Hinter den Blinklichteraufführungen steckt mehr Arbeit als manch einer denkt. Deswegen ist es sehr wichtig, dass, wenn man sich für eine Sache verpflichtet, sich für ihr Gelingen verantwortlich fühlt."

(ey)