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Monheim: Junge Talente treffen sich in Monheim

Monheim : Junge Talente treffen sich in Monheim

Der Gitarrenwettbewerb wird vom 30. Mai bis 2. Juni in drei verschiedenen Altersgruppen ausgetragen.

Rund 70 junge Gitarrentalente - zwischen neun und 19 Jahren - aus der ganzen Welt werden Ende Mai, zum internationalen Jugendwettbewerb für Gitarre "Andrés Segovia" in Monheim erwartet. Zum zweiten Mal ist die Stadt Gastgeber für die Nachwuchselite aus rund 30 Ländern, darunter sind auch zwei Monheimer.

Es ist nicht irgendein Musizierwettbewerb, wie es ihn regelmäßig an Schulen oder Kulturstätten gibt. Für Gitarristen seien diese ohnehin eher rar, sagt Alfred Eickholt, Vorsitzender des deutschen Gitarrenlehrerverbandes und Dozent an der Musikhochschule in Wuppertal: "Wer hier mitspielt, der hat schon in jungen Jahren ein sehr, sehr hohes Niveau." Eine Kostprobe dieser Qualität liefern die beiden Monheimer Teilnehmer, die während des Pressegesprächs vorspielen: Felix Behrend ist elf Jahre alt, spielt seit der Grundschule Gitarre und tut dies mit einer Virtuosität, die so manch versierter, erwachsener Gitarrist nicht erreicht. Das "Sons de carrilhões" des brasilianischen Gitarristen João Pernambuco präsentiert er mit einer Leichtigkeit, die beeindruckt. Ebenso die 16-jährige Tibo Lâm, die Roland Dyens' "Fuoco" (dt. Feuer) aus der Libra Sonatine zum Besten gibt.

Während der Elfjährige noch unbefangen in den Wettbewerb startet und sich "überraschen" lassen will, nahm Tibo bereits bei dem Termin vor zwei Jahren teil und schloss recht erfolgreich ab. "Ich bin schon ziemlich nervös", sagt Felix. Er hat, ebenso wie Tibo sein Trainingspensum verdoppelt. Normalerweise üben beide nahezu täglich zwischen einer und eineinhalb Stunden. Vor dem Wettbewerb sind es zwischen zwei und zweieinhalb Stunden, an denen sie Tag für Tag an ihrem Instrument üben. "Ich freue mich vor allem auf das Vorspielen, aber auch darauf, die anderen zu hören", sagt Tibo. Denn die Begegnung bietet auch jede Menge Gelegenheit, Kontakte zwischen Gitarristen und Dozenten aus aller Welt zu knüpfen.

Der Wettbewerb, der vom 30. Mai bis 2. Juni in drei verschiedenen Altersgruppen (9 bis 13, 14 bis 16 und 17 bis 19 Jahren) ausgetragen wird, und in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet, genießt in der Gitarrenszene einen guten Ruf, berichtet Eickholt. Anmeldungen aus rund 30 Ländern, darunter Osteuropa, Asien, Nord- und Südamerika, sind in diesem Jahr eingegangen. Teilnehmen darf, wer die geforderten Pflichtstücke beherrscht. Eickholt: "Das ist schon ein guter Filter, weil die Stück recht schwierig sind und nur sehr ambitionierte junge Leute in der Lage sind, diese zu spielen." In Monheim dürfen daher die weltbesten Nachwuchstalente erwartet werden. Im Übrigen ein großartiges Parkett, sagt Eickholt. "Vor zwei Jahren ist hier eine glänzende Premiere in Monheim gelungen, seitens der Stadt werden uns großartige Rahmenbedingungen geboten mit der neuen Musikschule und der großen Aula des Kulturzentrums." Auch Bürgermeister Daniel Zimmermann freut sich, die jungen Talente in der Stadt begrüßen zu können. "In der Monheimer Musikschule ist man nicht nur bemüht in der Breite zu fördern, damit möglichst viele Kinder ein Instrument erlernen, sondern auch in der Spitze Talente so zu fördern, dass sie ein internationales Niveau entwickeln können." Daher sei die Ausrichtung eines solchen Wettbewerbes ein toller Ansporn für den örtlichen Nachwuchs.

(sebu)