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Monheim: Jobcenter: Situation soll sich verbessern

Monheim : Jobcenter: Situation soll sich verbessern

Nach dem Motto "neue Besen kehren gut" hat die neue Geschäftsführerin des Jobcenters Mettmann aktiv, Martina Würker, jetzt dafür gesorgt, dass das nach dem Eindruck vieler Betroffener nur noch stockend laufende Getriebe der Monheimer Geschäftsstelle wieder in Gang kommt. – "Wir waren in Monheim infolge krankheitsbedingter Ausfälle personell sehr geschwächt", räumt Pressesprecher Bernhard Hildebrandt im RP-Gespräch ein. Als Behörde könne man aber nicht nach Bedarf und eigenem Gutdünken neues Personal einstellen. Und auch die Stadt Monheim habe wegen ihrer Sparauflagen kein neues Personal zur Verfügung stellen können. Nicht zuletzt seien die Mitarbeiter keine Roboter, die immer eine gleich gute Leistung ablieferten.

Der Engpass hatte dazu geführt, dass "Anträge nicht zeitnah oder fehlerhaft bearbeitet wurden" und der Eindruck entstand, dass auch über Widersprüche einfach "hinweggegangen wurde", wie Markus Miller vom Beratungszentrum kürzlich in einer Pressekonferenz beklagte.

Dass sich die Situation jetzt spürbar verbessern werde, verspricht Martina Würker, erst seit vier Wochen im Amt. Sie habe im September eine Juristin eingestellt, die sich vor Ort um die Bearbeitung der Widersprüche kümmern werde. Zudem habe sie Personal aus anderen Bereichen abgezogen, um die Lücken in Monheim zu schließen. "Wenn sich unsere Kunden beschweren, gehen wir dem nach und lassen das nicht vertröpfeln", bekräftigt sie. Die Bearbeitungszeit betrage kreisweit im Schnitt 2,6 Monate, man befände sich damit innerhalb des gesetzlichen Limits. Würker (52) hatte zuletzt die Agentur für Arbeit in Flensburg geleitet, bis es sie nach fünfeinhalb Jahren wieder in ihre Heimat Nordrhein-Westfalen zurückzog.

(RP)