Langenfeld: Industrieverein zeigt Zuversicht

Langenfeld : Industrieverein zeigt Zuversicht

Mitgliederversammlung: Firmenvertreter äußern sich für 2015 optimistisch.

Die Langenfelder Unternehmer seien aktuell zufrieden. "Und sie schauen optimistisch auf das beginnende Jahr." Dieses Fazit zog Gerhard Witte, Vorsitzender des Industrievereins Langenfeld, aus einer umfassenden Befragung anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung. Rund 60 Vertreter der örtlichen Unternehmen trafen sich in Wittes Domizil: der Dückeburg in Reusrath. Sie diskutierten über die aktuelle wirtschaftliche Situation, die Nutzung digitaler Medien und Netzwerke im Arbeitsalltag. Und sie bestätigten den Vorstand in seinen Ämtern.

Die Bandbreite im Industrieverein reicht von den international tätigen Ara-Schuhfabriken mit tausenden Mitarbeitern in Langenfeld und den ausländischen Standorten bis hin zu kleineren EDV-Beratungsfirmen und Bauunternehmen. Diese Vielfalt erschwert zwar den unmittelbaren Vergleich, dennoch waren drei Aussagen branchenübergreifend: Erstens ist die wirtschaftliche Situation relativ gut und es besteht verhaltener Optimismus für die nächsten Monate. Zweitens gibt es Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung, vom einfachen Mitarbeiter bis zu Fachkräften oder Azubis. Und drittens sind digitale Medien und Netzwerke unverzichtbar, werden zukünftig noch wichtiger. Kritik am Standort betraf hauptsächlich die verkehrliche Situation, insbesondere im Zuge der Arbeiten an der A3-Autobahnauffahrt Hardt.

Zum Personal-Problem passte das gemeinsame Referat von Wolfgang Mai, seit zwei Jahren Leiter der neu gegründeten Arbeitsagentur Mettmann, und Manja Russ. Sie stellten den in zwei Teams arbeitenden Arbeitgeberservice einschließlich Qualifizierungsberatung vor. In einem weiteren Vortrag erläuterte Beoplast-Chef Theo Besgen anhand praktischer Rechenbeispiele bei Finanzierung und Abschreibung die wirtschaftlichen Vorteile von Elektrofahrzeugen. Er sieht aus Umweltschutzgründen dringend weiteren Handlungsbedarf, schließlich seien die eigenen vier Firmenwagen "zurzeit 15 Prozent aller in Langenfeld zugelassenen E-Fahrzeuge".

Kersten Kerl von den Langenfelder Stadtwerken und Thomas Wöber, Geschäftsführer von "Gibgas" in München, warben für nachhaltige Mobilität; etwa mit CNG (Compressed Natural Gas), das deutlichgünstiger als Diesel und Benzin sei, Sie kündigten den Bau von zwei weiteren Erdgastankstellen in den Gewerbegebieten an.

Den Vorstand des Industrievereins bilden nach erfolgter Wahl weiterhin: Gerhard Witte (Vorsitzender); Michael Becher (stellvertretender Vorsitzender); Clemens Schmees (Schriftführer); Peter Backes (Schatzmeister); Dirk Abel, Siegfrid Baudewin, Franz Crtalic, Ralf Eigenbrodt und Thomas Schmies (alle Beisitzer).

(mmo)