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In Langenfeld und Monheim wird das Trinkwasser teurer

Langenfeld/Monheim : Trinkwasser wird ab Oktober teurer

Das Trinkwasser wird teurer. Ab 1. Oktober erhöht sich für 33.000 Abnehmer in Langenfeld und Monheim der Arbeitspreis um 8 Cent pro Kubikmeter. Der Grundpreis für einen normalen Zähler steigt um 21,72 Euro pro Jahr.

Das teilte Geschäftsführer Kersten Kerl gestern seitens des Verbandswasserwerkes Langenfeld-Monheim mit. Dies sei die erste Erhöhung nach elf Jahren. Der Grund: Gestiegene Personal- und Energiekosten, nicht aber der heiße, trockene Sommer. „Wir haben weiterhin genug Grundwasser“, versicherte Kerl. Wenngleich der extreme Sommer den Verbrauch in beiden Städten um 117.000 Kubikmeter in die Höhe trieb.

 „Um unseren Kunden weiterhin sehr gutes Trinkwasser in ausreichender Menge zur Verfügung stellen zu können, sind regelmäßige Sanierungsarbeiten am Netz unabdingbar“, erklärt Kerl die Preiserhöhung. „Andernfalls wäre zukünftig mit einem größeren Investitionsstau zu rechnen.“ Rund 80 Prozent der Kosten der Wasserversorgung seien Fixkosten, die sich unter anderem aus Bezugskosten, Abschreibungen und Finanzierungskosten zusammensetzen.

Mit dieser Preiserhöhung liege das Verbandswasserwerk Langenfeld/Monheim immer noch bis zu 19 Prozent (3 Personen im Einfamilienhaus) unter dem Landesschnitt, versicherte Kerl. Das Unternehmen nimmt regelmäßig an einem so genannten Benchmark-Test teil, bei denen das Kartellamt die Trinkwasser-Preise in NRW vergleicht.

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 In der Region liefern die Stadtwerke Haan übrigens das teuerste Trinkwasser und die in Hilden das günstigste. Ein Wechsel zu einem günstigeren Wasserwerk ist nicht möglich. „Da haben wir das Monopol“, sagt Kerl.

Ein Vier-Personen-Haushalt im Mehrfamilienhaus mit sechs Parteien und einem Verbrauch von 180 Kubikmetern zahlt ab 1. Oktober laut Kerl und Prokurist David Hanraths künftig 1,54 Euro im Monat mehr. Ein Zwei-Personen-Haushalt im Mietshaus zahlt 90 Cent mehr. Vier Personen in einem Einfamilienhaus müssen 2,80 Euro monatlich auf den bisherigen Preis drauflegen. Der Grundpreis berechnet sich nach der Zahl und Nenngröße der werkseigenen Wasserzähler. Dazu kommt der Wasserverbrauch.

Insgesamt sei der Wasserverbrauch gesunken, so Kerl. Hat jeder Bürger vor zehn Jahren noch 140 bis 150 Liter pro Tag benötigt, sind es heute nur noch 123 Liter. Das liegt unter anderem am bewussteren Umgang mit dem Grundnahrungsmittel, aber auch an sparsameren Geräten wie Wasch- oder Spülmaschine.

Wer an einer Zwischenabrechnung bis Ende dieses Monats interessiert ist, kann sich im Internet unter www.vww-langenfeld-monheim melden.