In Langenfeld und Monheim sind Bereitschaftsschichten eingerichtet.

Winterdienst : Winterdienst ist in Bereitschaft

Die Bereitschaftsschichten wurden in beiden Städten eingerichtet. Hunderte Tonnen Salz lagern in den Betriebshöfen.

Der Herbst hat mit kühlem und regnerischem Wetter Einzug gehalten. Im November können die Temperaturen schnell noch tiefer sinken. Darauf sind die Betriebshöfe der beiden Städten eingerichtet. Ende Oktober und Anfang November traten die ersten Dienstpläne für die Bereitschaftsschichten in Kraft, die bis März gelten.

Weil in den kommenden Nächten durchaus schon mit Temperaturen um Null Grad zu rechnen sei, galt ab Freitag in der Früh in Langenfeld erstmals in diesem Jahr Rufbereitschaft, sagte Betriebshofleiter Bastian Steinbacher, der die Wetterentwicklung genau im Blick hat.

Die Salzvorräte wurden bereits aufgestockt. 600 Tonnen warten in einer angemieteten Lagerhalle auf ihren Einsatz. Zwar sei die neue Halle auf dem Betriebshofgelände in Langenfeld fertig, doch weil der Innenausbau noch nicht abgeschlossen sei, werde das Salz weiterhin extern untergebracht.

„Die beiden Silos auf dem Gelände des Betriebshofs an der Robert-Bosch-Straße sind mit 200 Tonnen gut gefüllt“, berichtete Martin Grüter, stellvertretender Leiter des Monheimer Betriebshofs. Seit dem Umzug von der Siemensstraße hätten sich die Arbeitsbedingungen für das Team deutlich verbessert, sagte er. „Wir können vor Ort mehr Salz einlagern als bisher“. Zusätzlich lägen aber auch noch mehrere hundert Tonnen Streusalz in einem externen Depot, die auf Zuruf abgeholt werden könnten.

Hilfreich sei außerdem die neue Sole-Mischanlage. Das Salz-Wasser-Gemisch (Feuchtsalz) werde vorzugsweise bei Raureif auf die Straßen gestreut. Sei Schnee in Monheim eher selten, sorgten Dunst und Nebel häufig für glatte Straßen, selbst wenn es nicht stark friert. Die Mischung aus Streusalz und Sole verhindere, dass Autofahrer ins Rutschen gerieten. Und es wirke schnell.

14 Mitarbeiter sind in beiden Städten jeweils in Bereitschaft. Bei Bedarf werden sie durch weitere Kollegen der Betriebshöfe aufgestockt. Früh morgens gegen drei Uhr fahre eine Aufsichtsperson raus, um den Zustand der Straßen zu kontrollieren. „Das wechselt wochenweise“, berichtete Grüter. Der Mitarbeiter sei mit einem Diensthandy ausgestattet und könne bei Bedarf die Fahrer und nachfolgende Kolonnen informieren. Gestreut wird nach einem abgestuften System. Priorität haben Hauptverkehrs- sowie Ein- und Ausfallstraßen. Auch die Schulwege und die Grundstücke von Kindertagesstätten haben Vorrang. Die Mitarbeiter räumten aber auch Verbindungs- und Gehwege.

In Langenfeld stünden zwei große und vier mittlere Lastwagen bereit, sagte Steinbacher. In Monheim gibt es zwei große Unimogs und drei kleinere Fahrzeuge, die im Streudienst eingesetzt werden können.

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