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Langenfeld: In Langenfeld sind 10 500 Bäume registriert

Langenfeld : In Langenfeld sind 10 500 Bäume registriert

Im städtischen Baumkataster ist jeder Baum gekennzeichnet. Gestern kam im Volksgarten eine Blutbuche hinzu. Was an Holz entnommen wird, soll auch wieder angepflanzt werden, versichert die Verwaltung.

Jeder einzelne Baum der Stadt ist aufgelistet. Derzeit gibt es in Langenfeld rund 10500 Bäume - und seit gestern einen mehr: Die Firma Reba Umweltdienste mit Sitz in Langenfeld spendete eine Blutbuche. Unter anderem war der Bürgermeister mit dabei, als der bereits 20 Jahre alte Baum an seinem neuen Platz im Volksgarten eingesetzt wurde.

"Der Volksgarten ist ein relativ alter Park mit altem Baumbestand", weiß Patrick Sahm, Fachmann vom städtischen Betriebshof. "Vom Charakter her soll der Park auch mit seinen hohen Bäumen so bleiben." Tatsächlich ist jeder städtische Baum Langenfelds erfasst, im Baumkataster. Das ist ein Verzeichnis, in dem (Stadt-/Straßen-)Bäume verwaltet werden. Alle erfassten Bäume erhalten eine eindeutige Nummer, mit der sie vor Ort gekennzeichnet werden können. Es gibt in Langenfeld einen Baumkontrolleur, dessen Hauptaufgabe es ist, tagtäglich den Zustand der Bäume zu prüfen.

Derzeit erledigt eine Übergangskraft diesen Dienst, ab 1. Juni hat die Stadt dann wieder einen festen Baumkontrolleur. Bei der "visuellen Inaugenscheinnahme" wird besonders auf Wurzeln geachtet, aber auch auf die Kronen. Wenn der Kontrolleur einen Baum in die Kategorie fünf einordnet, so muss er gefällt werden. Starke Totholzbildung und akute Bruchgefahr zum Beispiel machen ein rasches Handeln notwendig. Kategorie vier bedeutet, dass man an dem Baum etwas tun muss und dass man wohl über längere Zeit nicht daran vorbeikommt, ihn zu entfernen. "Aber was entnommen wird, wird auch ergänzt", hält Patrick Sahm fest. Da kann man dann auch mal eine Pflanze außer der Reihe nehmen, wie zum Beispiel die Blutbuche mit ihren rötlichen Blättern. "Da haben wir ein bisschen mit dem Laub gespielt", erklärt Sahm.

Oft ist es so, dass an Bäumen etwas getan werden muss, um die Verkehrsicherungspflicht zu gewährleisten. So muss zum Beispiel der Abstand von der Krone zum fließenden Straßenverkehr gewahrt werden. Die Stadt hat eine eigene Baumpflegekolonne, die vorrangig in den Wintermonaten tätig wird. Wenn rasch etwas geschehen muss, gibt es auch einen Vertragspartner, der bei Baumpflegearbeiten tätig wird.

Immer wieder sind Bürger verärgert, wenn Bäume gefällt werden. Zuletzt ging es um ein Waldstück im Bereich Hapelrath, das allerdings in Privatbesitz ist. Ein Anwohner erkannte nach eigenen Angaben bei den Baumfällungen weder eine "bedarfsgerechte Walderschließung, noch ein "pflegliches Vorgehen" geschweige denn eine "Anwendung von bestands- und bodenschonenden Techniken".

Auf der anderen Seite gibt es Anwohner, die sich wünschen, dass ein städtischer Baum verschwindet: So ergeht es einigen Hausbesitzern in der Straße Am alten Gaswerk. Der hohe Baum, der auf städtischem Grundstück steht, verstopft nach Angaben mehrerer Anwohner im Herbst und bei Stürmen die Regenrinnen mit Nadeln und kleineren Ästen. Zudem würden Terrassen beschädigt.

(RP)