Langenfeld: In Langenfeld funkt's beim Parken

Langenfeld : In Langenfeld funkt's beim Parken

Das kreisweit einzigartige Projekt "Future City" nimmt Gestalt an. Ab Ende März sollen Parkhäuser umgerüstet sein.

Was Citymanager Jan Christoph Zimmermann vor anderthalb Jahren unter dem weit gefassten Arbeitstitel "Future City" vorgestellt hat, nimmt Gestalt an. Ab Ende März können Langenfelder sowie Kunden aus dem Umland bargeldlos parken und Punkte beim Shoppen sammeln. Ziel der Aktion ist es, Kunden zu binden und neue hinzuzugewinnen. Dafür bietet die Stadt ihren kreisweit neuen und einzigartigen Service an.

Und der geht so. Kunden beantragen einen so genannten "Stadtschlüssel" bei den Stadtwerken (siehe Box). Sie geben dort ihre Kontodaten an und erhalten einen Schlüsselanhänger mit Funkchip und QR-Code sowie eine Karte für das Auto, die ebenfalls mit einem Chip ausgestattet ist. Dann können sie auf jeden öffentlichen Parkplatz mit Schranke fahren, ohne zuvor ein Ticket ziehen zu müssen und fürs Bezahlen umständlich nach Kleingeld zu suchen. Der Chip erkennt das Fahrzeug. Die Gebühren werden gesammelt und einmal im Monat vom Konto abgezogen. Wer in der Zwischenzeit in einem der 25 teilnehmenden Geschäfte eingekauft hat (mit EC-Karte der Stadt-Sparkasse), bekommt je nach Summe automatisch Punkte gutgeschrieben, die mit den Parkgebühren verrechnet werden.

Bevor das Projekt endgültig an den Start geht, werden Freiwillige den neuen Service testen. "50 Langenfelder haben sich bei uns gemeldet", sagt Citymanager Jan Christoph Zimmermann, der das Projekt gemeinsam mit dem Innovationsberater Frank Rehme (gmvteam Düsseldorf) vorbereitet hat. "Damit können wir gut arbeiten", so Zimmermann.

Zurzeit werden außerdem die Parkschranken der fünf städtischen Parkhäuser und -plätze umgerüstet. "Viele Schrankenanlagen sind in die Jahre gekommen", erläutert Zimmermann. "Sie werden nach 17 Jahren ausgetauscht und modernisiert. Im Zuge dieses Austauschs statten wir sie auch mit der notwendigen Technik aus." Darüber hinaus werde es nur noch einen zentralen Rechner geben, der die Parkhäuser steuert. Der steht im Parkhaus unter der Stadtgalerie bei der Parkhausaufsicht. 1500 von 1800 öffentlichen Parkplätzen sind nur durch eine Schranke zu erreichen. Die Zusatzkosten für den Stadtschlüssel beziffert Zimmermann mit 30.000 Euro.

Die teilnehmenden Geschäfte sollen kurz vor dem offiziellen Start Ende März mit entsprechenden Aufklebern als solche ausgewiesen werden. Außerdem wird die Stadt Flyer herausgeben, die das Projekt vorstellen. Zuschüsse in Höhe von 200.000 Euro für ihr Projekt erhält die Stadt vom Wirtschaftsministerium NRW. Das Ziel, laut offizieller Projektbeschreibung: "Gestaltung eines stationär-digitalen Erlebnisraums in der Shopping-Mitte Langenfeld".

Dazu werden künftig als weitere Bausteine digitale Schaufenster sowie eine gemeinsame lokale Online-Plattform für die Gewerbetreibenden in der Stadt eingerichtet. Citymanager Zimmermann formuliert es so: "Wir geben dem Handel eine neue Rolle - im Spannungsfeld zwischen Großstädten und dem Internet."

(RP)
Mehr von RP ONLINE