Monheim: Immobilientag: Auch Fincas im Angebot

Monheim : Immobilientag: Auch Fincas im Angebot

Am 22. September treffen Kaufinteressenten in der Marienburg Makler, Bauträger und Bauberater. Erstmals im Angebot: Ferienhäuser in Spanien.

Niedrige Zinsen, die Flucht vieler Anleger ins Betongold – die Rahmenbedingungen für den Berufsstand Makler sind in diesen Tagen sehr gut. Dazu hat die Stadt Monheim mit gebührenfreien Kita- und Ogataplätzen, modernen Schulgebäuden und einem umfassenden außerschulischen Bildungsangebot weiche Standortfaktoren geschaffen, die die Kommune gerade für Familien attraktiv machen. „Monheim prosperiert“, stellt Rolf Ischerland fest. Der Veranstalter des Immobilientags will am Sonntag, 22. September, in der Marienburg Kauf- und auch Verkaufsinteressenten mit Maklern, Banken, Bauträgern und -finanzierern zusammenbringen. „Erstmals ist auch ein Anbieter von Immobilien in Spanien dabei“, wirbt Ischerland.

Die Zeibig Immobilien GmbH aus Langenfeld nutzt den Immobilientag, um mit dem Vertrieb ihrer sechs geplanten Stadtvillen im Bauhausstil zu starten, die in bevorzugter Lage an der Kirchstraße entstehen werden. Für die mit 190 Quadratmetern Wohnfläche recht großzügigen „Kirchvillen“ nach KfW-Effizienz 55 sind (je nach Grundstücksgröße) ab 739.900 Euro fällig, erklärt Katrin Zeibig. Zur gehobenen Ausstattung gehören Fußbodenheizung, Holzparkett, Rainshower-Duschen und Smart-Home-Vorbereitung. „Für unsere Immobilien interessieren sich Käufer aus der gut gebildeten Mittelschicht, die für ihre Kinder ebenfalls eine gute schulische Bildung wünschen“, so Zeibig.

In Vorbereitung befinde sich ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Eigentumswohnungen an der Brunnenstraße in Langenfeld-Reusrath. Bei bereits abgeschlossenen Projekten am Gartzenweg 46 und an der Neustraße 8 habe man die Erfahrung gemacht, dass die Kaufinteressenten nicht nur die eigentlich adressierten Senioren waren, die sich kleiner setzen wollen, sondern auch junge Leute, die vor allem in die Einheiten im Erdgeschoss mit Gartenanteil zogen.

Alexandra Lager vom Immobilienstore in Baumberg hat erneut einen Immobilienmarktbericht zusammengestellt. „Wir werten den Markt von gebrauchten und Neubauobjekten aus und arbeiten Wünsche und Bedürfnissen der Kunden heraus.“ Demnach seien zumindest die Mietpreise in Monheim stabil. Ein weiterer Trend: Viele Bestandsimmobilien würden gar nicht mehr ins Internet gestellt, weil die Verkäufer nicht Dutzende von Interessenten durch ihre vier Wände schleusen wollen. „Seit 25 Jahren am Markt kennen wir die Wünsche und Finanzierungmöglichkeiten der Kunden und versuchen das mit den eingehenden Angeboten in Einklang zu bringen“, sagt die Maklerin. Sie lobte das Engagement der Stadt bei der Entwicklung von Bauland. „Aber der Weg bis zur Fertigstellung ist lang, es fehlen immer noch Wohnungen.“ Alle Städte sollten mehr Boden zur Verfügung stellen, fordert Ischerland. Er sieht Monheim als potenzielles Pflaster für das mittel- und hochpreisige Segment an. Er habe in letzter Zeit viele Mieter der LEG aus dem Berliner Viertel als Kunden, die über Mietsteigerungen infolge der Modernisierung klagen und in den Käufermarkt einsteigen wollen, erklärt Lutz Kaptaina von Top Conception. Das Unternehmen, das neuerdings an der Krischerstraße residiert, hat sich auf die Bedürfnisse der Generation 50+ spezialisiert. „Wir begleiten die ältere Generation bei ihren Verkaufsabsichten, wenn sie sich wegen ihres Alters oder einer Behinderung verändern oder einfach liquide Mittel fürs Reisen gewinnen wollen.“

Schenk Bauberatung schließlich deckt das Thema Haustechnik ab. Fred Schenk vertritt das Unternehmen DZ-4, das eigenen Angaben zufolge Marktführer in der Vermietung von Solaranlagen und Speichern ist. Nachdem er feststellen musste, dass bei Häuslebauern am Ende meist die Entscheidung gegen die Photovoltaikanlage und für ein gehobenes Ausstattungsmerkmal ausfällt, setze er jetzt auf Vermietung, sagt Fred Schenk. Wer die Variante mit Speicher wähle, mache sich bis zu zwei Dritteln vom Netz unabhängig.