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Langenfeld: Immigrather wollen Tunnel für Fußgänger

Langenfeld : Immigrather wollen Tunnel für Fußgänger

Themen bei der Mobilen RP-Redaktion auf dem Immigrather Platz: Bahnunterführung, Einkaufsmöglichkeiten und Verkehrssicherheit.

Sie und ihre Nachbarschaft am Wacholderweg fühlten sich "wie im Zonenrandgebiet", sagt Angelika Steen-Wollensack. Seit im Jahr 2010 der bis dahin durch Schranken geregelte Bahnübergang an der Leichlinger Straße ersatzlos entfernt wurde, sei das östlich der Güterzugstrecke gelegene Wohngebiet unzureichend an die Innenstadt angebunden, klagte die pensionierte Lehrerin gestern bei der Mobilen Redaktion der RP. "Mit dem Fahrrad muss ich jetzt einen Mordsumweg bis zur Unterführung an der Bogenstraße fahren. Und mit dem Auto vergehen an der Einmündung der Gladbacher Straße in die Hardt wegen des hohen Verkehrsaufkommens oft mehrere Minuten, bis ich nach links in Richtung Innenstadt abbiegen kann."

Andere in der Diskussionsrunde auf dem Immigrather Platz pflichten Steen-Wollensack bei, als sie den Bau einer weiteren Unterführung in der Nähe eben dieser Stelle fordert. Eine solche Verbindung zwischen dem Wohnviertel Kaisersbusch und dem Immigrather Platz unter den Bahngleisen hinweg hält Wendt Gustav Scheffels für dringend geboten: "Für Radfahrer und Fußgänger, vor allem auch für ältere Menschen mit Rollator." CDU-Ratsfrau Barbara Zwank-Mielke erinnert bei der Mobilen Redaktion daran, dass Ende 2010 ein entsprechender Bürgerantrag aus Kostengründen abgelehnt worden war. Nach den damaligen Berechnungen städtischer Planer hätte der Bau eines Radler- und Fußgängertunnels rund 2,3 Millionen Euro gekostet. Doch erinnert Jörg Schacht an das im städtischen Klimaschutz-Konzept genannte Ziel, noch mehr Autofahrer dazu zu bringen, aufs Fahrrad umzusteigen. Schacht wünscht sich als bekennender Radfahrer nicht nur die genannte Unterführung, sondern auch in Richtung Richrath bessere Routen: "Entlang der Bahnstraße ist es sehr unübersichtlich. Wichtig wäre eine Radspur auf der Fahrbahn der Industriestraße. Da wurde ich von einem Lastwagen kürzlich von der Straße gedrängt."

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Mehr Sicherheit für die am Fahlerweg unterrichteten Schulkinder fordert Sonja Goldschmidt. "Am Überweg über die Solinger Straße müssten unbedingt Warnhinweise ,Achtung Schulkinder' angebracht werden. "Und am Fahlerweg müsste direkt vor den Schulen ein Zebrastreifen angelegt werden." Dort seien die Schüler vor allem durch Autos gefährdet, in denen andere Kinder von ihren Eltern trotz Halteverbots direkt vor die Schule gefahren werden.

Einen Mangel an Einkaufsmöglichkeiten in fußläufiger Entfernung beklagt Maren van den Dool, die an der Goethestraße wohnt. Nach der Schließung der Bio-Metzgerei und der Bäckerei an der Bogenstraße wurde dort immerhin ein Brot- und Imbissladen neu eröffnet. Und Angelika Steen-Wollensack ist froh, dass dank der neuen Poststelle im Autozubehör-Laden Boas wenigstens die Aufgabe eines Pakets oder der Kauf von Briefmarken in Wohnungsnähe möglich ist. Auch das neu entstandene Gesundheitszentrum mit Arztpraxen, Podologie und Physiotherapie sowie die Apotheke haben Zulauf. Doch Lebensmittel sind in dem früher mit etlichen Tante-Emma-Läden bestückten Ortsteilzentrum nicht zu haben.

Am Immigrather Platz und von dort aus in die Solinger Straße hinein dominiert zum Bedauern der gestern versammelten Diskussionsrunde eine andere Branche: Mit insgesamt fünf Spielhallen und zwei Wettbüros ist diese Gegend Langenfelds Zocker-Zentrum.

(RP)