Langenfeld/Monheim: Immer mehr für die Notfallpraxis

Langenfeld/Monheim : Immer mehr für die Notfallpraxis

Der Widerstand gegen eine mögliche Schließung der Notfallpraxis und des Kindernotdiensts in Langenfeld-Richrath wächst. Die FDP hat nach Angaben von Ratsherr Frank Noack bereits mehr als 6000 Unterschriften gegen das Vorhaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein gesammelt. "Wir werden sie demnächst Bürgermeister Frank Schneider geben, so dass er alle Namenslisten zusammen an die KV überreichen kann."

Wie berichtet hat Schneider (CDU) mit seinen Amtskollegen Birgit Alkenings (Hilden; SPD) und Daniel Zimmermann (Monheim; Peto) ebenfalls eine Unterschriften-Aktion gestartet. Zudem soll vor der am 21. März anstehenden Versammlung der Ärztekammer Nordrhein zu den KV-Plänen der Langenfelder Stadtrat eine Resolution verfassen. Über einen Dringlichkeitsantrag des Bürgermeisters hierzu beraten die Stadtpolitiker heute im Sozialausschuss.

Derweil meldeten sich weitere Parteien und Gruppierungen zu Wort: Die CDU-Kreistagfraktion ist nach Angaben ihres Vorsitzenden Klaus-Dieter Völker "verärgert und entsetzt" über die von der KV angestrebte Schließung von 43 der insgesamt 84 Notfallpraxen - darunter die Standorte in Langenfeld und Ratingen. "Hier erfolgt ein kostenträchtiger und für viele Menschen in Not gravierender Eingriff in ein funktionierendes System." Der Weg zum nächsten Kindernotdienst in Wuppertal sei unzumutbar weit, als Konsequenz würde künftig" viel häufiger als schon bisher die 112 gewählt und der Notfallpatient wird für teures Geld zu Lasten der Krankenkassen dann auf kürzestem Weg in ein Krankenhaus gebracht".

Seitens der Seniorenunion Monheim beklagte Ursula Klomp, dass den durch die Schließung des eigenen Krankenhauses ohnehin benachteiligten Monheimer Bürgern ein im Vergleich zu Langenfeld noch längerer Anfahrtsweg zu einer Notfallpraxis nach Hilden, Düsseldorf-Benrath oder Leverkusen zugemutet werden solle. Ähnlich äußerte sich Herbert Süß, Monheimer Ortsvorsitzender des katholischen Wirtschaftsverbands KKV. Die Schließung sei "absolut unzumutbar".

(mei)