1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

IG Bau: Im Kreis Mettmann droht eine „graue Wohnungsnot“

Zahl der Senioren im Kreis Mettmann wächst : IG Bau sieht „graue Wohnungsnot“

Im Kreis Mettmann muss mehr altengerechter Wohnraum her, fordert die Gewerkschaft. Grund: Die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, wächst laut Prognose bis zum Jahr 2035 auf 137.400 – das sind 19 Prozent mehr als 2017.

Die IG Bau sorgt sich um die Versorgung alter Menschen im Kreis Mettmann mit seniorengerechtem Wohnraum und fordert eine Verdoppelung der KfW-Fördermittel „Altersgerecht Umbauen“. „Lift statt Treppe, breitere Türen für Rollator und Rollstuhl, barrierefreie Duschen – nur ein kleiner Teil der Wohnungen im Kreis ist für die rasant wachsende Generation Ü65 geeignet. Das muss sich ändern“, sagt Uwe Orlob, Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft für Düsseldorf und Umgebung.

Im Kreis Mettmann könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 137.400 wachsen – das sind 19 Prozent mehr als 2017. Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 30 Prozent (2017: 24 Prozent). Das geht laut IG Bau aus einer Demografie-Prognose des CIMA Instituts für Regionalwirtschaft hervor. Orlob nennt die Schaffung seniorengerechter Wohnungen eine „demografischen Notwendigkeit“. Es müssten nicht nur zusätzliche Wohnungen neu gebaut werden. Auch bei der altersgerechten Sanierung bestehender Wohnungen sei der Nachholbedarf groß. „Wenn die Rentner-Generation nicht stärker berücksichtigt wird, droht vielerorts schon in einigen Jahren eine graue Wohnungsnot“, befürchtet der Gewerkschafter.

  • Kreis zählt 32 Covid-19-Rote.
    Corona-Ticker : Zahl der aktuell Infizierten steigt um 59 auf 1089
  • Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten
    Corona-Zahlen : Zahl der Infizierten geht kreisweit leicht zurück
  • Lage im Rhein-Kreis Neuss : Zahl der Corona-Todesfälle steigt auf 119

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet mit ihrem Programm „Altersgerecht Umbauen“ Zuschüsse und Kredite. Das Fördervolumen von zuletzt 150 Millionen Euro jährlich reiche aber nicht aus, kritisiert die IG Bau. Der Bund müsse die Förderung „mindestens verdoppeln“, um das Senioren-Wohnen voranzubringen. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus: Laut Haushaltsplan stünden für die altersgerechten Sanierung im neuen Jahr nur noch 130 Millionen Euro zur Verfügung, bedauert die Gewerkschaft.