Langenfeld: Hotel und Chalets an den Wasserski-Seen

Langenfeld: Hotel und Chalets an den Wasserski-Seen

Das Sport-und Freizeitzentrum Berghausen soll erheblich wachsen. Ein Hotel, eine Ferienhaussiedlung, eine weitere Wasserski-Seilbahn, ein vergrößerter Campingplatz... Im Planungs- und Umweltausschuss waren die Stadtpolitiker überwiegend voll des Lobes für die Vorhaben zweier Investoren, die ihnen der Landschaftsarchitekt Christian Pott als so genannten Masterplan präsentierte.

Wasserski-Betreiber Johannes Sühs und Andreas Kliemt vom ebenfalls an der Baumberger Straße gelegenen Sportcentrum hatten den Landschaftsarchitekten beauftragt. "Er hat für uns alles zusammengefasst, was wir in den nächsten etwa 20 Jahren vorhaben", sagte Sühs. Ein Zeitplan nach der erhofften Änderung des Flächennutzungsplans liege noch nicht vor.

Kliemt möchte das Sportcentrum, in dem unter anderem Cageball, Badminton und Tennis gespielt wird, um eine weitere Halle und einen Bikepark erweitern. Dazu plant er auf seinem heutigen Parkplatz den Bau eines Hotels mit etwa 140 Betten und Tagungsräumen sowie einer Tiefgarage. Und wie auf der Grafik zu erkennen ist, möchte Kliemt auf dem westlich angrenzenden Wiesengelände 36 freistehende Ferienhäuser errichten. "Solche Übernachtungsmöglichkeiten direkt an der Wasserskianlage sind auch ganz in unserem Sinne", sagt Sühs. "Unsere Besucher kommen von weit her und es ist immer sehr bedauerlich, dass es für einen mehrtägigen Aufenthalt in direkter Nähe bislang keine Hotelbetten oder Chalets gibt." Sühs selber möchte den direkt an den Wasserski-Seen gelegenen Campingplatz nach Süden erweitern. "Vordringlich ist für uns die fünfte Wasserski-Seilbahn, an der wir schon seit zehn Jahren dran sind." Außerdem seien für Events von Besuchergruppen ein neues Gebäude und weitere Grillhütten vorgesehen. Bereits im Bau ist eine Lagerhalle, die aufgeständert über dem Parkplatz errichtet wird, so dass keine Stellplätze wegfallen.

Für die CDU bewerteten in der Ausschusssitzung Dieter Braschoss und Andrea Meybom die Vorhaben sehr positiv. "Die Wasserskianlage ist überregional von Bedeutung und ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem Langenfeld immer positiv in Verbindung gebracht wird", merkte Meybom an. "Es kommen viele Auswärtige, bei Wettkämpfen auch internationales Publikum. Ein Hotel, Ferienchalets und weiteren Platz für Camper sehen wir positiv. Allerdings muss nicht alles von jetzt auf gleich umgesetzt werden." Voll des Lobes waren auch der Sprecher der BGL, Gerold Wenzens ("Dieser Masterplan ist eine Sensation!"), FDP und SPD-Ratsherr Stephan Lauber: "Wir müssen aber aufpassen, dass wir das Gelände nicht überfrachten." Allein die Grünen mochten die Vorhaben nicht mittragen. "Ein Aushängeschild Langenfelds ist die Wasserskianlage auch jetzt schon", meinte Dietmar Sonntag. "Das 140-Betten-Hotel zieht mindestens 70 Autos zusätzlich dorthin und 36 einzelne Ferienhäuser müssen auch nicht in die Landschaft gesetzt werden."

Der städtische Planungsamtsleiter Stephan Anhalt wies auf bestehende Vorbehalte des Regionalrats gegen eine Festlegung eines vergrößerten Freizeitbereichs an der Stadtgrenze zu Monheim hin. Dennoch sollen nach dem klaren Beschluss der Parteien zunächst der Flächennutzungs- und danach der Bebauungsplan entsprechend geändert werden.

(mei)