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Monheim/Langenfeld: Hospizverein bildet weitere zehn Helfer aus

Monheim/Langenfeld : Hospizverein bildet weitere zehn Helfer aus

Am 15. Juni wird das dann frisch renovierte Monheimer Büro an der Heinestraße neu eröffnen.

In der Freizeit lernen, wie man Sterbende in ihrer letzten Phase begleitet? "Oh mein Gott! Wieso tust Du Dir das denn an? Also, ich könnte das nicht!" Solche und ähnliche Reaktionen ernteten zehn Langenfelder und Monheimer in den vergangenen Wochen, wenn sie erzählten, wie sie ihre Montagabende verbringen. Die zehn nahmen an einem Grundlagen-Kursus der Hospizbewegung St. Martin teil. Nach mehreren Wochen intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Sterben können sie nun in dem Verein mitarbeiten.

"Das Engagement in der Hospizbewegung im Anschluss ist jedoch absolut freiwillig", betont Koordinatorin Christine Erm. Der Lehrgang stehe jedem offen, der sich mit Themen befassen will, mit denen jeder früher oder später in Berührung kommt, die bei vielen aber noch immer mit Ängsten verbunden sind. Für die Kursteilnehmer galt das Gegenteil. Denn darum ging es: Die eigenen Erfahrungen mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer bewusst zu reflektieren, sich auszutauschen - und darüber ein tieferes Verständnis und ein Einfühlungsvermögen für den Umgang mit anderen zu entwickeln, die mit der eigenen Endlichkeit oder der ihrer Angehörigen konfrontiert sind. Auf umfangreiche theoretische Vorträge wird in dem Kursus verzichtet. "Wir wollen hieraus keine Wissenschaft machen. Denn das, was Sterbe- oder Trauerbegleiter heute tun, das haben früher Nachbarn und Freunde ganz ohne Ausbildung wie selbstverständlich getan", sagt Erm.

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Unter der einfühlsamen Leitung von Ulrike Clausius und Christoph Dörpinghaus entstand eine Atmosphäre, in der die zehn Langenfelder und Monheimer offen über die Hochs und Tiefs des eigenen Lebenswegs und den Verlust nahestehender Menschen sprachen. Immer wieder stand die Frage im Raum: "Was hat mir selbst in dieser Situation geholfen?" Die Überwindung solcher Erlebnisse und Krisen lenkt den Blick auf die eigene Stärke und das Positive. Das soll nicht nur bei einer möglichen späteren Sterbebegleitung, sondern auch im Auf und Ab des Alltags helfen.

Der nächste Grundlagenkursus beginnt voraussichtlich im Februar 2016. Die Hospizbewegung freut sich aber auch schon vorher über Interesse und Unterstützung ihrer Arbeit. Auskünfte im Büro Langenfeld, Klosterstraße 34, Tel. 02173 856560, und nach einer Renovierung auch wieder (ab 15. Juni) im Büro Monheim, Heinestraße 2, Tel. 02173 2037389. Im Internet unter www.hospizbewegung-langenfeld.de.

(gut)