Baumberger Vereine Hippegarde wird 25 Jahre und feiert auf dem Dorfplatz

Monheim · Zu einer bunten Geburtstagssause lud am Sonntag die Baumberger Hippegarde auf den Dorfplatz ein. Gefeiert wurde ein Vierteljahrhundert Brauchtumspflege.

Das Grafenpaar Jürgen und Patty Lange feierte auf dem Dorfplatz.

Das Grafenpaar Jürgen und Patty Lange feierte auf dem Dorfplatz.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Gegründet, um das Brauchtum im Dorf zu unterstützen, gehört die Baumberger Hippegarde 25 Jahre später zu den festen Größen der Monheimer Karnevalsvereine. Das wurde am Sonntag gefeiert. Es gibt kein Dorffest ohne die Frauen, Männer und Kinder im roten Vereinsdress, keine Karnevalsfeier ohne einen Auftritt der Baumberger Hippegarde. Eine Erfolgsgeschichte, auf die Vereinsvorsitzender Kai Krehl zufrieden zurückblicken kann. Er selbst ist zwar erst seit gut zehn Jahren Hippegardist, aber er hat schon einiges miterlebt. „Der Höhepunkt ist für uns natürlich immer die Karnevalszeit.“ Rund 30 Auftritte absolviert die Garde im Jahr, davon allein bis zu zwölf in einer Session. Auch außerhalb der Stadtgrenze erfreut sich die Hippegarde einer großen Beliebtheit, verrät Krehl. In Velbert etwa sind die Baumberger immer gern gesehene Gäste beim großen Show- und Gardetanzfest.

Angefangen hat alles im Jahr 1998, als Vertreter verschiedener Vereine zusammenkamen, um eine neue Basis für Brauchtum und Karneval im Dorf zu schaffen. Heute ist die Hippegarde nahezu ein Selbstläufer. Sogar aus der Pandemie ging die Baumberger Garde gestärkt hervor: „Wir haben nach Corona zwölf neue Mitglieder aufgenommen“, freut sich der Vereinschef. Anfangs war es hauptsächlich eine Handvoll Männer und zwei, drei Damen, die im Gründungsjahr dazu kamen, die das Fundament der Hippegarde goss. Heute gehören über 30 aktive Tänzerinnen und Tänzer zwischen acht Jahren und weit über 60 dazu. „Um den Nachwuchs müssen wir uns glücklicherweise derzeit keine Gedanken machen“, sagt Krehl. Da sei die Garde gut aufgestellt. „Um ältere Aktive müssen wir uns schon sorgen.“ Insgesamt zählt der Verein rund 70 Mitglieder, die sich in lockerer Runde einmal im Monat zum Stammtisch treffen.

Die Tänzerinnen und Tänzer trainieren wöchentlich in der neuen Tanzhalle. „Früher trainierten wir in den Sporthallen der Armin-Maiwald- und Winrich-von-Kniprode-Schule. Die neue Tanzhalle wird uns einen ordentlichen Aufschwung geben“, ist Krehl sicher und meint damit nicht unbedingt einen neuen Mitgliederansturm. Doch qualitativ lässt sich in der Tanzhalle, die explizit mit Schwingboden und großen Spiegelwänden dafür ausgerichtet ist, weitaus besser trainieren. „Für unsere Mitglieder ist das eine wahnsinnige Verbesserung.“

Neben dem Gardetanz beschäftigt sich die Hippegarde aber auch mit dem Wagenbau zu Karneval. Zuletzt konnte sie durch Kurse beim Wagenbaumeister Jacques Tilly enorm an Qualität gewinnen. „Wir sind da der Stadt sehr dankbar, dass sie so viel für den Karneval und das Brauchtum in der Stadt tut. Die Tanzhalle ist ein großer Zugewinn, die Unterstützung mit Wurfmaterial an Karneval und zuletzt auch die Wagenbaukurse bei Jacques Tilly sind wirklich wertvoll für uns.“

Wenn die Hippegarde mal nicht tanzt oder am neuen Karnevalswagen baut, kümmert sich der Verein auch um die eigene Jugendarbeit, fördert durch organisierte Ausflüge und Aktivitäten die Gemeinschaft. „Wir gehen immer mal wieder in den Zoo. zum Minigolfspielen oder setzen uns für unser Dorf und die Gesellschaft ein“, erklärt Krehl. Denn auch soziales Engagement liegt den Mitgliedern der Hippegarde nebst der Brauchtumspflege am Herzen.

Für die kommenden 25 Jahre hat Kai Krehl für seinen Verein viele Wünsche: „Ich wünsche mir, dass in 2048, wenn die Hippegarde ihr 50-jähriges Bestehen feiert, der Verein weiter gewachsen ist und unser Name in der Region noch bekannter ist“, sagt Krehl. Wichtig wäre ihm dabei, dass auch bei wachsender Größe, das familiäre Miteinander nicht verloren ginge.

„Der große Vorzug unseres Vereins sind die familiären Strukturen und das gute Miteinander der unterschiedlichen Generationen“, betont der Vereinschef. Das wurde auch auf der großen Geburtstagssause mit Spielen für Jung und Alt, einer großen Tombola mit weit über 1000 Preisen und einem reichhaltigen Bühnenprogramm mit Auftritten von der Garde Kin Wievern und der Baumberger Dorfgarde mehr als deutlich.

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