Langenfeld/Monheim: Hilfe für Kinder suchtkranker Eltern

Langenfeld/Monheim : Hilfe für Kinder suchtkranker Eltern

Langenfelder Pfarrer Bleckmann blickt für Evangelischen Kirchenkreis zurück.

Für den Evangelischen Kirchenkreis Leverkusen, der sich auch über die Städte Langenfeld und Monheim erstreckt, war das Jahr 2016 geprägt von Ökumene, Flüchtlingshilfe und wichtigen Personalentscheidungen. So wurde Superintendent Gert-René Loerken auf der Kreissynode im Herbst in seinem Amt bestätigt. Ein Höhepunkt für den Kirchenkreis war der Besuch einer sechsköpfigen ökumenischen Delegation aus Tansania. Pfarrer und kirchliche Mitarbeiter aus dem Partnerkirchenkreis waren im Mai zum Informationsaustausch insbesondere über die Flüchtlingshilfe angereist, berichtet der Langenfelder Pfarrer Christof Bleckmann, der die Öffentlichkeitsarbeit für den Kirchkreis innehat.

Verbessert wurde im Jahr 2016 das Angebot für Kinder suchtkranker Eltern. Das gelang durch das Projekt "WendePunkte" der Suchthilfe und des Fachbereichs Kinder und Jugend. Die evangelische Kirche ist Mitgesellschafterin der Suchthilfe Leverkusen und laut Bleckmann daran interessiert, betroffene Kinder noch besser zu unterstützen. Einem Prozess zur Qualitätssicherung hat sich auch der Kindertagesstätten-Verbund unterzogen. Der Kirchenkreis für die 19 evangelischen Kitas hat auf seinem Gebiet eine Fachberaterin eingesetzt und sorgt so für eine hohe Qualität zugunsten der Kinder und ihrer Familien.

Das Evangelische Familien- und Erwachsenenbildungswerk hat im Jahr 2016 Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe ausgebildet, sich mit "Stammtischparolen" kritisch auseinandergesetzt und ein konkretes Projekt betrieben, bei dem Lehramtsanwärter junge Flüchtlinge in deutscher Sprache schulen. Die "Willkommenspaten" konnten im Jahr 2016 rund 450 junge Familien besuchen. Ehrenamtliche der Diakonie bieten praktische Unterstützung an und bringen Informationen und Geschenke mit.

Mit einem sommerlichen Fest verabschiedete die Tagespflege für Flüchtlingskinder fünf schulreife Jungen und Mädchen und stattete sie mit Tornistern aus. Die Verfahrensberatung der Diakonie für Flüchtlinge wird seit Juli 2016 mit zwei halben Stellen geleistet. Martina Weber und Shohreh Karimian beraten und begleiten Flüchtlinge zu Behörden und Rechtsanwälten.

(elm)
Mehr von RP ONLINE