Langenfeld: Hier wird täglich frisch gekocht

Langenfeld: Hier wird täglich frisch gekocht

Der Mensa-Verein an der Prisma-Schule kümmert sich um gesundes Essen für die Schüler.

Die Mittagsverpflegung an Schulen beschäftigt Kinder, Eltern und jede einzelne Schule, auch wegen der zunehmenden Ganztagsbetreuung. "Die Einrichtungen tragen damit die Verantwortung für eine gesunde, vollwertige Ernährung und prägen nachhaltig die Ernährungsgewohnheiten junger Menschen", mahnt Carsten Lüdorf, Leiter der Langenfelder Schulverwaltung. Den einzelnen Schulen und ihren Mitwirkungsgremien ist es überlassen, wie sie die tägliche Hauptmahlzeit ihrer Schützlinge organisieren. Dabei spielen räumliche und personelle Möglichkeiten eine wichtige Rolle. In der Regel wird in einem Ausschreibungsverfahren ein Caterer gefunden, der täglich Mahlzeiten fertig anliefert oder vor Ort final zubereitet.

In einer Schule Langenfelds wird täglich frisch gekocht, in der Prisma-Schule an der Fröbelstraße. Aktuell nutzen fast 250 der insgesamt rund 600 Schüler das mittägliche Angebot. Der Arbeitstag von Koch David Deremer beginnt morgens gegen sechs Uhr, wenn er die angelieferten Lebensmittel auf Qualität und Menge kontrolliert. Der Amerikaner, der seit 30 Jahren in Deutschland lebt, entscheidet - im vorgegebenen Rahmen - über den Speiseplan und kauft ein, bevorzugt in der Region.

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Ab sieben Uhr unterstützen ihn stundenweise drei Küchenhilfen, zunächst beim Zubereiten, ab 13.15 Uhr bei der Essensausgabe und zuletzt beim Aufräumen. Eine Teilzeitkraft erledigt die kaufmännischen Arbeiten. Die Schüler loben den "Küchenchef". "Das meiste schmeckt", sagt Achtklässler Erik Becker, und Kara Philipp freut sich, dass es "immer Wahlmöglichkeiten und einen Nachtisch gibt". Das Essen kostet drei Euro, und die Kids können eine Woche vorher am häuslichen PC ihr Essen auswählen. Ihre Wahl speichert die persönliche Mensa-Card, mit der auch bargeldlos bezahlt wird. Die Prisma-Schulküche wird vom eingetragenen Mensa-Verein betrieben, dem Arbeitgeber der fünf Küchenmitarbeiter. Bereits vor zwölf Jahren, als auf dem Schulgrundstück noch Metzmacher-Hauptschule und Johann-Guttenberg-Realschule standen, gründeten engagierte Eltern einen Mensa-Verein. Vorläufer war ein von Eltern für die Pausen organisierter "Brötchen-Schmierdienst". Im Gespräch mit den Schülern, Lehrer oder Eltern sind die Angebote der Schulküche immer wieder ein Thema. "Selbst im Unterricht problematisieren wir Fleisch- und Zuckerkonsum und werben für nachhaltig gesunde Ernährung", so Lehrerin Jana Herder. Parallel dazu wird die Organisation optimiert. "Nach den Herbstferien gelang es, mit einer zweiten Ausgabestation das Gedränge zu entzerren", zeigt sich Vorstand Lothar Hantel zufrieden. Die Schüler nach Alter zu trennen führt zu einer ruhigeren Atmosphäre, und auch der Einsatz von "Mensa-Scouts" hat sich bewährt.

(mmo)