Monheim: Hier soll Monheims erste "Hunde-Kita" hin

Monheim : Hier soll Monheims erste "Hunde-Kita" hin

Ab Frühjahr 2014 können alle Monheimer die Hundebetreuung von Christiane Reif und Sascha Hofmann nutzen. Die Tiere werden bei "mc-dog" im Rudel gehalten und haben auf dem Creative Campus Auslauf.

Wenn Papa und Mama auf dem Creative Campus oder bei Bayer CropScience (BCS) Karriere machen, besuchen die Sprösslinge die Kindertagesstätte auf dem Firmengelände. Bald dürfen neben den zweibeinigen auch die vierbeinigen Familienmitglieder "Bello" und "Fiffi" ganz nah bei ihren Herrchen und Frauchen sein, wenn diese das Geld fürs Hundefutter verdienen. Antje Witte, Projektleiterin des Creative Campus, freut sich, dass im Frühjahr kommenden Jahres die erste Monheimer Hunde-Kita an der Alfred-Nobel-Straße eröffnen wird.

Christiane Reif und Sascha Hofmann, die in Köln unter dem Firmennamen "mc-dog" seit 2006 bereits zwei vergleichbare Betreuungsangebote eingerichtet haben, bauen die Monheimer Kita auf. Anders als beispielsweise in vielen Hundepensionen üblich, werden die Tiere bei "mc-dog" im Rudel gehalten und haben viel Auslauf. Darauf legt Sascha Hofmann besonders großen Wert. Schon als kleiner Junge habe er sich regelmäßig Ärger eingehandelt, weil er die Kettenhunde seiner Eltern und Großeltern täglich befreite, um mit ihnen loszuziehen. "Ich bin in den 1970er- Jahren im Zonenrandgebiet aufgewachsen", erzählt er. Damals seien Tiere — egal ob Kühe oder Pferde — fast immer eingesperrt gewesen. Eine prägende Erfahrung, die ihn umdenken ließ.

Auf der vorgesehenen Wiese soll deshalb ein richtiges Hundeparadies entstehen. Es wird eine Blockhütte geben, die als Unterkunft für die Vierbeiner und vier Betreuer dienen soll. Es gibt Spielgeräte für die Tiere und vielleicht sogar einen Pool. "Wir betreuen alle Hunde gemeinsam", sagt Sascha Hofmann. Das funktioniere meistens sehr gut. Natürlich hänge es von den Tieren ab, wie viele zusammen in einer Gruppe spielen und toben könnten. "Es gibt ruhige und eher wildere Hunde. Die meisten Tiere sind aber friedlich und gut erzogen", berichtet Sascha Hofmann.

Der Alltag mit den Hunden werde sich ähnlich einspielen wie in einem Kindergarten, sagen die Betreiber. Sie wollen mit den ihnen anvertrauten Tieren spielen, kuscheln und sie füttern. Erklärte Absicht ist es, dass sich die Hunde bei "mc-dog" wohlfühlen. Anders als in einer Tierpension oder im Tierheim ist die Unterbringung an der Alfred-Nobel-Straße auf die Arbeitszeit der Mitarbeiter beschränkt. Die Besitzer bringen ihre kleinen Lieblinge morgens und holen sie abends wieder ab.

Reif und Hofmann haben das 2500 Quadratmeter große Grundstück gepachtet, "der Rest ist eigene unternehmerische Verantwortung", sagt Antje Witte, die davon ausgeht, mit dem Angebot eine Marktlücke zu bedienen. Schließlich kam der Vorschlag von den Mitarbeitern, und: "Ich habe bereits sehr viele Anfragen von Interessierten, die wissen wollen, wann es endlich losgeht." Die Hunde-Kita soll jedoch nicht nur den Kollegen offen stehen, sondern dürfe von allen Monheimern genutzt werden, sagt Witte. Kürzlich wurden die ersten Bauteile geliefert und Mitarbeiter stecken bereits das Gelände ab. "Mc-dog" soll direkt von der Alfred-Nobel-Straße aus zugänglich sein, so dass man nicht auf das Firmengelände muss, um seinen Hund abzugeben. "Das Areal liegt ganz vorn an den Gleisen, gegenüber der Robert-Koch-Straße", sagt Witte.

(RP)