Monheim/Steinalt: Heiße Bremsen legen Güterzug lahm

Monheim/Steinalt : Heiße Bremsen legen Güterzug lahm

Beim Transport von Henkel-Produkten nach Monheim rief Funkenflug die Feuerwehr auf den Plan.

Auch gestern stand noch nicht fest, was mit dem Güterzug geschieht, der auf dem Weg vom Henkel-Werk Wassertrüdingen(Mittelfranken) nach Monheim mit einem Schaden stehen bleiben musste. Überhitzte Bremsen hatten die Weiterfahrt des Zuges verhindert. Der Güterzug hatte Kosmetikprodukte von Henkel geladen. Wie Rabea Möllers, Sprecherin des Konzerns, bestätigte, hatte die überhitzte Bremse zu Funkenflug geführt. Die Funken hätten Gras entlang der Bahnstrecke entzündet. Das habe man in Höhe von Steinach bei Rothenburg bemerkt und den Zug gestoppt. Das war am Dienstag. Seither steht der Zug im Bahnhof von Steinach. Geprüft wird, ob die Ladung - unter anderem Haarsprayflaschen - in Ordnung ist. Der Eisenbahndienstleister müsse entscheiden, ob die Bremse vor Ort in Steinach repariert werden kann. Dann würde die Ware weiter nach Monheim fahren. "Wird der Waggon an einen anderen Ort zur Reparatur gebracht, werden die Produkte nach Wassertrüdingen zurückgebracht", sagt Möller.

Die Nürnberger Nachrichten berichteten, dass der Funkenflug entlang der Gleisstrecke mehre kleine Brände verursacht habe. Der Lokführer habe die Rauchentwicklung im vorderen Bereich des Zuges bemerkt und den Zug gestoppt. Anschließend habe er die Lok abgekoppelt und in sicherer Entfernung zu den Waggons geparkt. Ursache für den Funkenflug war nach dem Zeitungsbericht eine Feststellbremse an einem Waggon, die sich nicht mehr lösen ließ. Die Hitze hatte den Holzboden eines Waggons bereits zum Qualmen gebracht. 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr haben den Zug auch mit Hilfe einer Wärmebildkamera kontrolliert. Sie gaben anschließend Entwarnung. Jetzt ist der Eisenbahndienstleister am Zug.

(RP)
Mehr von RP ONLINE