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Heinz Mack kommt zur Vernissage nach Langenfeld

Sonntag in Langenfeld : Heinz Mack kommt zur Vernissage

Der Kunstverein Langenfeld zeigt ab Sonntag neue Pastellzeichnungen und außerdem Glasobjekte des bedeutenden Künstlers und Mitbegründers der Zero-Gruppe.

Vor 13 Jahren schuf er Langenfelds monumentalstes Kunstwerk, den „Großen vertikalen Rhythmus“, die 16 Meter hohe und 12 Tonnen schwere Himmelssäge auf dem Platz zwischen Sparkasse und Rathaus. Am Sonntag, 29. August, kommt Heinz Mack mal wieder nach Langenfeld. Und zwar zur Eröffnung seiner Ausstellung „Farbe und Licht“ ab 16 Uhr im Kunstverein (KVL) im Kulturzentrum, Hauptstraße 135.

„Heinz Mack beehrt den Kunstverein bereits zum zweiten Mal“, freut sich Geschäftsführerin und Kuratorin Beate Domdey-Fehlau. Das erste Mal stellte der bedeutende Maler und Bildhauer 2008 im Kunstraum des KVL aus, in jenem Herbst, als seine „Mack-Stelle“ aufgerichtet wurde. Zwei Anläufe bedurfte es damals. Beim ersten Versuch rutschte die in Langenfeld heiß diskutierte Großskulptur vom Kranhaken und wurde beschädigt.

Die bevorstehende Schau – aus Anlass des 90. Geburtstags des Künstlers – zeigt laut Domdey-Fehlau einen neuen Aspekt seines Werkes: „Abgestimmt auf den Kunstraum, wurde in Zusammenarbeit mit dem Atelier Mack eine Suite von Pastellzeichnungen ausgewählt, die erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wird“, kündigt die Kuratorin an. Hinzu kämen Glasobjekte.

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Heinz Mack ist Mitbegründer der Gruppe Zero, die ab den 1950er Jahren einen wesentlichen Teil zur Modernisierung der bundesdeutschen Nachkriegskunst beitrug. In seiner gegenstandslosen Kunst ist Licht das zentrale Thema. Das außerordentlich facettenreiche Œuvre des in Mönchengladbach und auf Ibiza lebenden und arbeitenden Künstlers umfasst Skulpturen aus verschiedenen Materialien – darunter monumentale Arbeiten für den öffentlichen Raum wie die Langenfelder Stele – sowie Lichtreliefs, Lichtkuben und Lichtrotoren, aber auch Malerei, Zeichnungen, Pastelle, Tuschen, Druckgrafik, Fotografie, Mosaike, Keramik sowie die Gestaltung von öffentlichen Plätzen und Räumen (etwa die Monheimer „Pyramide“), Bühnenbilder und bibliophile Werke. Macks Werk wurde bislang in rund 400 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, so auf der Documenta III (1964) und der Documenta VI (1970) in Kassel sowie der Biennale in Venedig (1970). Damals erhielt er auch eine Professur in Osaka/Japan.

Das offizielle Programm der Langenfelder Vernissage, unter anderem mit Musik von Hans Lüdemann (Piano) und Aly Keiter (Ballafon), ist im nahen Flügelsaal des Kulturzentrums. Für Besucher gilt die Corona-3G-Regel. Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 31. Oktober (Di., Fr., Sa. 10-13 Uhr, Do. 15-20 Uhr, So. 15-18 Uhr).