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Langenfeld/Monheim: Handel hofft auf das Weihnachtsgeschäft

Langenfeld/Monheim : Handel hofft auf das Weihnachtsgeschäft

Die letzten Monate des Jahres gelten als die wichtigsten. In beiden Städten ist je ein Adventssonntag verkaufsoffen.

Die ersten Sterne der Weihnachtsbeleuchtung hängen schon in der Langenfelder City, in zwei Wochen wird sie eingeschaltet. Trotz oder gerade wegen spürbarer Unsicherheiten blickt der Handel in beiden Städten dem Weihnachtsgeschäft zuversichtlich entgegen. "Das ist für uns sehr wichtig", bekräftigt Annette Form, die den Langenfelder Spielzeug-Laden "Flo+Fine" betreibt. "In den letzten drei Monaten des Jahres machen wir etwa 40 Prozent des Umsatzes." Indes hat Citymanager Jan Christoph Zimmermann, der auch Geschäftsführer der Langenfelder Werbegemeinschaft Kommit ist, in etlichen Gesprächen eine verhaltene Stimmung ausgemacht.

"In diesem Jahr ist bisher eine Kaufzurückhaltung zu spüren", stellt Zimmermann fest, "aber das ist ja nicht nur in Langenfeld so." Gleichwohl sei in vergangenen Jahren anfängliche Skepsis am Ende oft durch ein gutes Weihnachtgeschäft weggewischt worden. Ob das auch diesmal so sein wird? "Schwer zu sagen, dazu müsste ich aus der Glaskugel lesen können." Optimismus verbreitet immerhin Björn Musiol, Regionalreferent des Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes für den Kreis Mettmann. Er spricht von einem "positiven Konsumklima" und geht davon aus, "dass die bisher gute Stimmung sich auch weiterhin hält".

Diesen Optimismus teilt er mit Willibald Lukas, dem Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Treffpunkt Monheim. Der Filialleiter des Baumberger Poco-Möbelmarkt verweist auf den Andrang beim jüngsten Martinsmarkt mit verkaufsoffenen Sonntag. "Bei uns und in anderen Läden waren viele Menschen. Daher schätze ich das bevorstehende Weihnachtsgeschäft grundsätzlich positiv ein." Indes hängen nach Lukas' Worten die Umsätze immer auch von den Akteuren ab. "Erfolg hat nur, wer auch aktiv handelt - und das sollte ein Händler ja tun. Wer immer nur abwartet, hat keinen Erfolg." Zusätzlich zu den Adventssamstagen hoffen die Monheimer Ladeninhaber bei einem verkaufsoffenen Sonntag am 14. Dezember auf gute Geschäfte.

In Langenfeld ist der erste Adventssonntag verkaufsoffen. Tags zuvor startet am 29. November der Weihnachtsmarkt mit Eislaufbahn; dann wird auch die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Zimmermann: "Auf diesen Termin hatten wir uns mit den Kirchen verständigt." Mit diversen Aktionen werde Kommit am ersten Adventswochenende, aber auch an anderen Tagen Weihnachtseinkäufe begleiten.

Seitens der Stadtgalerie kündigt Centermanagerin Nadine Schorn für den verkaufsoffenen Sonntag Eisskulptur-Künstler und Bastelangebote an, zudem werde am 16. Dezember der schwäbische Chordirigent Gotthilf Fischer die auf dem Galerieplatz stehende Menschenmenge zum Singen bringen - so wie er es bereits seit 14 Jahren stets in der Adventszeit tut. Schorn zufolge setzen die Läden der Stadtgalerie stark aufs Weihnachtsgeschäft. Ähnlich äußerte sich für die Läden des Marktkarrees Centermanager Karsten Mazanneck.

Auch Annette Form wird am ersten Adventssonntag ihren Spielzeugladen öffnen. Zurzeit macht sie gute Geschäfte mit Kleinartikeln zum Füllen selbst gebastelter Adventskalender. Für die kommenden Wochen habe sie ihr Lager gut gefüllt; sowohl mit Klassikern wie Schaukelpferd, Kaufladen oder Stofftier als auch mit trendigen Spielwaren wie etwa so genannte Pixeltaschen, auf die bunte Gummisteine geheftet werden können. "Unsere Stärke als kleiner Einzelhändler liegt auch darin, dass wir schnell reagieren können, wenn etwas besonders gut weggeht."

Zufrieden mit den bisherigen Umsätzen des Jahres äußerte sich für das Intersport-Geschäft im Langenfelder Sass-Ladenzentrum Jörg Schmidt. Sportartikel seien das ganze Jahr hindurch gefragt. "Aber der Dezember ist auch für uns klar der wichtigste Monat." Verändert habe sich das Verhalten der Kunden. "Sie kaufen weniger Luxus- und Spaßartikel, sondern nach Bedarf. Dabei spielt das Wetter eine wichtige Rolle." Erstmals werden im Langenfelder Intersport übrigens keine Skier und Skischuhe angeboten, weil deren Absatz nördlich der Mainlinie immer schwieriger werde. Indes bleiben Helme, Handschuhe und Rückenprotektoren im Sortiment - als potenzielles Weihnachtsgeschenk. Ein erwarteter Renner auf dem Gabentisch wird laut Schmidt in ausreichender Stückzahl vorrätig sein: das Deutschland-Trikot mit den vier Weltmeister-Sternen.

(RP)