Händler in Langenfeld und Monheim bieten viele Neuheiten an

Langenfeld : So gelingt der Start in die Fahrradsaison

Örtliche Händler bieten einige Neuheiten an, beispielsweise Rahmenschlösser, die über eine App gesichert werden.

„Zwei Tage Sonnenschein genügen, dann geht es los“, erinnert sich Manuel Herrmann von „Fahrrad Schmitz“ in Monheim an die Mitte des Vormonats. „Die Leute holen ihre Räder raus und wollen losfahren“. Allerdings merkt der Monheimer, immer mehr auch im Winter durchradeln. „Kein Wunder bei den in den Spitzenzeiten verstopften Straßen“.

Der Klassiker unter den Problemen nach der Winterpause sei noch immer der „Plattfuß“, so Herrmann, der schon als Schüler in dem Laden jobbte und ihn 2009 selbst übernahm. Wem die notwendige Demontage von Rad und Reifen zu schwierig ist, dem hilft vielleicht eine relativ neue Erfindung. Ein Fahrradschlauch aus einer hochwertigen Kautschuk-Mischung mit zwei Enden, das heißt: es reicht ein Reifenheber, um den Schlauch zu wechseln. Inklusive Montage koste dieser Schlauch bei ihm rund 25 Euro. „Morgens gebracht, abends gemacht“ ist sein Bestreben bei allen Reparaturen.

Hermanns Kerngeschäft sind Inspektionen und Reparaturen. Er kümmert sich auch um im Internet oder beim Discounter gekaufte Räder. Neue Marken-Räder sind auch in seinem Laden zu finden: Bevorzugt werden vermehrt Nabenschaltungen mit Rücktritt, sie gelten als sauberer und pflegeleichter als Kettenschaltungen. „Die Zeit bunter Farben ist vorbei, matt statt glänzend“. E- Bikes sind bei ihm kaum zu finden. „Ein gutes E-Bike kostet ab 2000 Euro aufwärts, die Nachfrage ist in Monheim nicht vorhanden“. Hochpreisig sind auch die neuen Rahmenschlösser, die über eine App auf dem Handy gesichert werden.

Auch bei gBike, dem Langenfelder Fachgeschäft an der Solinger Straße, warten die neuen Räder auf die Saison. Günther Stickrath, der Chef der seit 2016 dort ansässigen GmbH mit insgesamt drei Mitarbeitern, konnte im Winter seiner Leidenschaft nachgehen. Er baute Räder, seine Eigenmarke trägt nicht ohne Grund den Schriftzug „passionbike“. Intensive Beratung, um den konkreten Bedarf zu klären, die Berücksichtigung von Körpergröße und -gewicht und Probefahrten helfen „für jeden das richtige Rad“ zu finden. Wenn ein Musterrad passt, kann der Käufer sofort losfahren, sonst vergehen vier Wochen Lieferzeit. Für einen ersten Eindruck empfiehlt sich vielleicht eines der hausgemachten gelben Leihräder, die inzwischen auch Hotels für ihre Gäste nutzen. Preislich geht es beim persönlich zugeschnitten „Normal“-Rad bei 800 Euro los; das komfortable E-Bike mit exquisitem Riemenantrieb und optimalem Antrieb ist deutlich teurer. Der geräuschlose Riemenantrieb ist – obwohl weniger sportlich – auf dem Vormarsch. Er erfordert aber einen speziellen Rahmen, verspricht jedoch 15.000 wartungsfreie Kilometer.

Auf Reparaturen wartet der Kunde bei gBike zwei bis drei Tage, in Spitzenzeiten sogar bis zu drei Wochen. Fremdfabrikate sind kein Problem, „Hauptsache, wir können helfen“. Noch ist es ruhig, „eigentlich beginnt die Saison erst Ostern“, weiß Stickrath. Aktuell häuften sich platte Reifen, „als ob jemand beim Karnevalszug Reiszwecke gestreut hätte“.