Langenfeld: Gutes Zeitmanagement hilft gegen Abi-Stress

Langenfeld : Gutes Zeitmanagement hilft gegen Abi-Stress

Tipps für die Abiturvorbereitungen hat Andrea Hutchinson. Die Leiterin der Sekundarstufe 2 an der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule begleitet seit zwei Jahren Schüler durch die Prüfungen.

Sie sind der finale Höhepunkt der Schülerkarriere: Die Abiturprüfungen. Ab dem 29. April starten an Gymnasium und Gesamtschule die Reifeprüfungen. Doch mit den sich nähernden Prüfungsdaten macht sich auch der Abiturstress in der Oberstufe breit. Schnell verwandelt sich die Vorbereitung vor dem inneren Auge zur Sisyphusarbeit und Entspannung und Freizeit liegen in weiter Ferne.

Gibt es sie doch, die stressfreie und erfolgversprechende Abiturvorbereitung? Die passenden Antworten hat Andrea Hutchinson. Die Leiterin der Sekundarstufe 2 an der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule begleitet seit zwei Jahren Schüler durch die Abiturprüfungen und kennt die Tipps und Tricks, wie man den mit Prüfungen gepflasterten Weg erfolgreich bestreitet und Stress einfach vermeidet.

"Erster Stresskiller ist die strategische und vor allem rechtzeitige Vorbereitung", rät die Englischlehrerin. "Ein gutes Zeitmanagement schafft eine realistische Einschätzung der anliegenden Aufgaben. Welche genaue Stundenzahl zum Lernen aufgewendet werden sollte, ist dabei ganz individuell. Generell gilt jedoch, wer seine Vorbereitung in den Weihnachtsferien startet, hat ausreichend Zeit eingeplant." Besonders Monats- und Wochenübersichten helfen, Schwerpunkte der Abiturfächer im Blick zu behalten und voll im Griff zu haben.

"Mit einer guten Selbstorganisation lässt sich so nicht nur Last-Minute-Stress vermeiden, sondern auch genügend Zeit für Freizeit, Sport und Erholung einplanen", weiß Hutchinson. Eine weitere Voraussetzung für eine stressfreie Vorbereitungszeit ist neben der kontinuierlichen Arbeit zu Hause die aktive Mitarbeit im Unterricht. "Wer im Unterricht immer gut aufgepasst hat, der wird bei den Klausuren keine bösen Überraschungen erleben", erklärt Hutchinson. Wer den Lernstoff gut dokumentiert hat, hat einen klaren Vorteil beim Lernen. Ein zusätzlicher Tipp der Lehrerin lautet: das Gelernte in Schaubilder, Mindmaps und Karteikarten übertragen.

"Dadurch wird der Lernstoff geordnet, aktiv wiederholt, geübt und gefestigt. Zusammenhänge und Verknüpfungen werden veranschaulicht und können besser behalten werden", erklärt sie. Außerdem rät Hutchinson dazu, Lerngruppen zu bilden: "In der Gemeinschaft kann man sich gegenseitig motivieren und offene Fragen klären. Wir bieten an unserer Schule das Programm "Schüler helfen Schüler" an, das sich gerade zur Vorbereitung für das Abitur bewährt hat." Durch die Wiederholung festigt sich der Lernstoff und kann so leichter ins Langzeitgedächtnis übergehen. Doch die Lehrerin ermahnt zugleich: "Nicht für jeden Schüler sind Lerngruppen geeignet. Jeder Schüler sollte sich deswegen dringend über seine eigene Lernweise bewusst werden."

Ein weiterer wichtiger Tipp ist, sich genau vor Augen zu führen, was im Abitur auf einen zukommt. "Bei uns werden in der Oberstufe sowohl mündliche als auch schriftliche Abiturprüfung vorher intensiv geübt, indem wir das Szenario eins zu eins nachspielen", erklärt Hutchinson. "Dieses Angebot wird von unseren Schülern sehr ernst genommen." Wer allerdings mit extremer Prüfungsangst zu kämpfen hat, kann an der BVA auch einen von der Krankenkasse unterstützten Kursus belegen.

Am Ende gilt eben besonders, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben: Mit Energie, Konzentration, Anstrengung und der nötigen Gelassenheit gelingt eine gute und zielgenaue Abi-Vorbereitung. Denn mal im Ernst: Wer 13 Jahre Schule gut überstanden hat, der schafft auch die Abiturprüfungen!

(ey)