Langenfeld: Gutes Ergebnis trotz Krise

Langenfeld: Gutes Ergebnis trotz Krise

Die Werkstätten für Behinderte konnten sich in 2009 dank Zertifizierung, hoher Kundenzufriedenheit und Kontinuität behaupten. Der Umsatz blieb mit 2,922 Millionen Euro nur 4,5 Prozent hinter dem des Vorjahres zurück.

langenfeld Die Prognosen für das Wirtschaftskrisenjahr 2009 verhießen nichts Gutes: Fachberichte sagten den Werkstätten für Behinderte dramatische Umsatz-Einbrüche von 30 Prozent voraus. Entsprechend vorsichtig setzte die Geschäftsleitung ihre Zahlen und Prognosen im Wirtschaftsplan ein.

Ein Jahr später fällt das Fazit nahezu euphorisch aus: "Der Umsatz lag mit 2,922 Millionen Euro nur 4,5 Prozent unter dem des Vorjahres. Das ist ein sehr gutes Ergebnis”, erklärt Reinhard Ockel, Aufsichtsratsvorsitzender der WFB Werkstätten des Kreises Mettmann GmbH.

Davon profitierten auch die behinderten Mitarbeiter, deren monatliche Entgelte sich auf durchschnittlich 193 Euro (‘09: 177 Euro) erhöhten. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in den sechs Werkstätten an den drei Standorten Langenfeld, Velbert und Ratingen stieg auf 1064, die Überbelegung der nur 1050 Plätze habe der Landschaftsverband Rheinland als Kostenträger abgesegnet.

Das Ergebnis 2009 sei gerade vor dem Hintergrund, dass man in einem stärkeren Wettbewerb stehe und dazu besondere Ansprüche an die Arbeitsplätze erfüllen müsse, "eine tolle Leistung”, findet Geschäftsführer Heinrich Feilhauer. Im Krisenjahr habe sich die Zertifizierung als entscheidend für die Auftragslage erwiesen. Bei einer Kundenbefragung im Herbst gaben 73 Prozent der Unternehmen sie als "unabdingbar” an. 93 Prozent der Befragten erklärten sich mit der Leistung der Werkstätten "zufrieden” bis "sehr zufrieden”, wobei sie insbesondere die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit hervorhoben. "Durch Mitleid allein kriegt man keine Aufträge”, so Feilhauer.

(RP)