Monheim: Gutachter prüft, ob sich Straßenübernahme rechnet

Monheim : Gutachter prüft, ob sich Straßenübernahme rechnet

50 000 Euro stellten die Politiker im Haupt- und Finanzausschuss jetzt einstimmig für ein Gutachten im Nachtragshaushalt bereit. Ein Sachverständiger soll den Sanierungsbedarf der Opladener (L 402) und der Bleer Straße (L 293) ermitteln, bevor Monheim gemeinsam mit dem Verkehrsministerium und dem Landesbetrieb Straßen NRW über eine mögliche Übernahme der Landstraßen verhandelt.

So stehen beispielsweise Kanäle und Ampelanlagen auf dem Prüfstand. Die Straßen sollen nur in einem Zustand übernommen werden, der eine Sanierung für die nächsten 20 Jahre ausschließt, schlägt die Verwaltung vor.

Eher zurückhaltend reagierten die Politiker auf den Vorschlag von Bürgermeister Daniel Zimmermann, der an viele Debatten erinnerte, die die Stadt mit dem Landesbetrieb unter anderem wegen der Brücke über die Friedrichstraße oder den Übergang vom Landschaftspark Rheinbogen in die Altstadt geführt habe. Wegen einer geplanten Tempo-Reduzierung im Bereich Zaunswinkel/Blee gab es 2013 sogar eine rechtliche Auseinandersetzung.

Markus Gronauer (CDU) betonte: "Heute geht es nur darum, ein Gutachten einzufordern. Alles andere muss sich zeigen, wenn die Zahlen vorliegen." Die CDU befürworte, dass Verhandlungen aufgenommen werden. Die anfallenden Unterhaltungskosten bringen die Grünen ins Grübeln. Man fange erst ernsthaft an zu denken, wenn Ergebnisse vorliegen, sagte Manfred Poell. Werner Goller (SPD) erkennt in einer Übernahme sowohl "Chancen als auch Risiken". Und die Peto-Frakion wartet zunächst "gespannt auf weitere Hintergrundinformationen".

Der Rat muss in seiner nächsten Sitzung am 10. April noch zustimmen.

(RP)
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