Langenfeld/Hilden: Gutachter: Getöteter Kradfahrer fuhr zu schnell

Langenfeld/Hilden : Gutachter: Getöteter Kradfahrer fuhr zu schnell

Ein Holzkreuz erinnert an der Düsseldorfer Straße in Hilden kurz vor der Stadtgrenze zu Düsseldorf an einen schrecklichen Verkehrsunfall vom 9. Juni. Beim Linksabbiegen übersah ein 27-jähriger Autofahrer aus Langenfeld zwei entgegenkommende Motorradfahrer aus Hilden. Bei der Kollision starb ein 55-Jähriger noch an der Unfallstelle.

Sein nachfolgender Schwiegersohn (29) stürzte und verletzte sich lebensgefährlich. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Unfallursache klären soll.

Es liegt noch nicht vor (in der Regel dauert das drei Monate), aber der Gutachter habe vorab mündlich einen ersten Hinweis gegeben, bestätigt Thomas Decken, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Mettmann, auf Nachfrage der RP. Anhand der Karosserieverformungen habe der Experte ermittelt, dass der getötete Motorradfahrer mit "gravierend überhöhter Geschwindigkeit" (70 km/h und mehr) unterwegs war. An der Unfallstelle gilt das übliche Tempolimit auf innerörtlichen Straßen von maximal 50 km/h.

Der 27-jährige Langenfelder musste den Motorradahrern grundsätzlich Vorfahrt gewähren. Kommt das Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Motorradfahrer viel zu schnell fuhren, könnte das den Autofahrer möglicherweise entlasten. Das muss ein Richter entscheiden. In diesem Jahr starben bereits zwei Motorradfahrer (+100% zu 2014) im Kreis.

(cis)