Glocken der ehemaligen Langenfelder Johanneskirche läuten in der Ukraine

Langenfeld : Glocken der Johanneskirche läuten wieder

Nach dem Abriss der evangelischen Johanneskirche erklingen deren drei Glocken seit Ostern in einem ukrainischem Kloster.

(mei) Von der ehemaligen evangelischen Johanneskirche ist fast nichts mehr zu sehen. Nach dem Abriss des 2017 entwidmeten Gotteshauses und des Gemeindezentrums liegt nur noch Schutt auf dem Gelände. Doch die Glocken aus dem einstigen Turm der Johanneskirche läuten seit Ostern wieder. Und zwar fast 2000 Kilometer entfernt in der Kirche des Orthodoxen Klosters St. Georg in Kryve/Ukraine.

Im Dezember 2018 waren die drei Stahlgussglocken aus der Johanneskirche ausgebaut und in einer Fachfirma in Gescher zwischengelagert worden. Nach Angaben des Langenfelder Pfarrers Christof Bleckmann teilte die mit der Weiterverwendung des Langenfelder Geläuts beauftragte Glockenbörse der Evangelischen Kirchengemeinde jetzt mit, dass die Glocken „nun endlich am Bestimmungsort in der Ukraine eingetroffen“ seien. Das Bild zeigt sie vor der Klosterkirche, in der sie angebracht wurden und am Ostersonntag erstmals feierlich läuteten.

„Wir können uns freuen, dass die Glocken weiterhin ihren Dienst tun“, sagt die stellvertretende Presbyteriumsvorsitzende Pfarrerin Annegret Duffe über den Transfer in die Ukraine. Nach den Abbrucharbeiten zwischen Stettiner Straße und Dietrich-Bonhoeffer-Straße entsteht Platz für die geplanten Neubauten: ein neues, kleineres Gemeindehaus mit Saal, Küche und Büro sowie Wohnhäuser. „Das Presbyterium, das den Beschluss zum Abriss der Johanneskirche fasste, hat von Anfang auch den Gemeindehaus-Neubau geplant“, erklärte Duffe.

Bis das neue Haus für Gottesdienste und Gemeindearbeit bereit steht, sind nach Bleckmanns Worten an Sonn- und Feiertagen evangelische Gottesdienste im CBT-Haus St.Franziskus an der Eichenfeldstraße 21. „Glocken läuten hier vom Band.“

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