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Langenfeld: Gesundheitsamt überprüft Impfpässe der Grundschüler

Langenfeld : Gesundheitsamt überprüft Impfpässe der Grundschüler

Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Kreisgesundheitsamtes Mettmann startet wieder sein Impfprogramm. Dazu werden im Mai und im Juni in den Grund- und Förderschulen die Impfbücher der Viertklässler eingesammelt und auf Vollständigkeit nach den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts überprüft.

Die Erziehungsberechtigten werden anschließend schriftlich über den Impfstatus und gegebenenfalls noch durchzuführende Impfungen informiert. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die meisten Eltern aufgrund der Impfempfehlungen des Kreisgesundheitsamtes noch vor den Sommerferien die Praxen der niedergelassenen Ärzte aufsuchen, um die Kinder impfen zu lassen.

Im Schuljahr 2012/2013 legten von den 4613 Viertklässlern im Kreis 2856 Kinder (62 Prozent) ihre Impfausweise vor. Die Auswertung ergab, dass bei 82 Kindern kein ausreichender Impfschutz gegen Masern bestand. Gegen Hepatitis B waren 165 Kinder nicht oder nicht ausreichend geimpft, gegen Meningokokken C (Erreger einer Meningitis), einer erst seit einigen Jahren empfohlenen Impfung, zeigten 352 Kinder keinen Impfschutz.

Für die Viertklässler zieht Dr. Claudia Niederer, Leiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes, ein positives Fazit: "Im Vergleich zu den Vorjahren ist bei den Viertklässlern ein deutlicher Anstieg der Durchimpfungsrate bei Masern, Hepatitis B und Meningokokken C festzustellen."

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Zusätzlich zum Viertklässler-Impfprogramm gibt es im Kreis Mettmann seit 2009 auch ein Impfinterventionsprogramm in den Haupt- und Förderschulen der Neuntklässler.

Im vergangenen Jahr legten von den 824 Schülern 339 (41 Prozent) ein Impfheft vor. Die Auswertung ergab, dass gegen Masern bei 17 Schülern, gegen Hepatitis B bei 23 Schülern und gegen Meningokokken C bei 84 Schülern kein ausreichender Impfschutz bestand.

Bei 147 Mädchen, die einen Impfausweis vorgelegt hatten, waren nur 58 vollständig gegen HPV (ein Erreger, der ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs darstellt) geimpft. "Im Gegensatz zu den Viertklässlern besteht bei den Neuntklässlern noch einiger Nachholbedarf", konstatiert Niederer.

Hier geht es zur Infostrecke: Diese Impfungen braucht man wirklich

(RP)