Langenfeld/Monheim: Gesundheitsamt kontrolliert den Impfschutz von Schülern

Langenfeld/Monheim : Gesundheitsamt kontrolliert den Impfschutz von Schülern

In den kommenden Wochen werden in Langenfeld und Monheim die Ausweise von Viertklässlern eingesammelt.

Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Kreisgesundheitsamtes in Mettmann bietet in allen zehn Städten ein Impfprogramm an. Dafür werden in den kommenden Wochen in den Grund- und Förderschulen die Impfbücher der Viertklässler eingesammelt und auf Vollständigkeit nach den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes überprüft.

Die Erziehungsberechtigten werden schriftlich über den Impfstatus und die fehlenden Impfungen informiert. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren hätten gezeigt, dass die meisten Eltern aufgrund der Impfempfehlungen des Kreisgesundheitsamtes noch vor den Sommerferien die Praxen aufsuchten, um die Kinder impfen zu lassen.

Im Schuljahr 2011/2012 legten von den 4472 Viertklässlern im Kreis 2947 Kinder (66,3 Prozent) ihre Impfausweise vor. Die Auswertung ergab, dass bei 82 Kindern kein ausreichender Impfschutz gegen Masern bestand. Gegen Hepatitis B waren 139 Kinder nicht oder nicht ausreichend geimpft, gegen Meningokokken C (Erreger einer Meningitis), einer erst seit einigen Jahren empfohlenen Impfung, zeigten 462 Kinder keinen Impfschutz.

Für die Viertklässler zieht Dr. Claudia Niederer, Leiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes, ein positives Fazit: "Im Vergleich zu dem Jahrgang zuvor, ist bei den Viertklässlern ein deutlicher Anstieg der Durchimpfungsrate bezüglich Masern, Hepatitis B und Meningokokken C festzustellen."

Zusätzlich zum Impfangebot für Grundschüler gibt es im Kreis Mettmann seit 2009 ein Programm für Neuntklässler in den Haupt- und Förderschulen. Im vergangenen Jahr legten von den 901 Schülern 447 (49,6 Prozent) ein Impfheft vor. Die Auswertung ergab, dass gegen Masern bei 24 Schülern, gegen Hepatitis B bei 51 Schülern und gegen Meningokokken C bei 136 Schülern kein ausreichender Impfschutz bestand. Bei 195 Mädchen, die einen Impfausweis vorgelegt hatten, waren nur 66 vollständig gegen HPV (ein Erreger, der ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs darstellt) geimpft. "Im Gegensatz zu den Viertklässlern besteht bei den Neuntklässlern noch Nachholbedarf", stellt Niederer fest.

(RP)