Langenfeld: Geschwisterpaar begeistert beim Preisträgerkonzert

Langenfeld: Geschwisterpaar begeistert beim Preisträgerkonzert

Die Gewinner des Regionalwettbewerbs von "Jugend musiziert" stellten sich in der Erkrather Stadthalle vor.

Die Stadthalle ist voll, und auch auf der Bühne wird es langsam eng - rund 200 Kinder und Jugendliche stehen darauf. Sie alle haben am Regionalentscheid des Wettbewerbs "Jugend musiziert" Ende Januar teilgenommen und warten nun darauf, einen Gutschein entgegen nehmen zu dürfen, der ihre Teilnahme ehren soll. Sophia (9) und Thomas Gilb (5) stehen in der ersten Reihe. Sie lächeln und entgegnen ein leises "Danke", als sie den Gutschein bekommen. Sichtlich stolz machen ihre Eltern von der ersten Reihe aus ein paar Bilder zur Erinnerung.

Sophia und Thomas sind das einzige Geschwisterpaar des Abends. Herausgeputzt in Kleid und Anzug mit Fliege betreten sie für ihren Auftritt beim Preisträgerkonzert des Regionalwettbewerbes die Bühne und präsentieren "Little Song" und "Sunny Day" von Luis Zett virtuos auf dem Klavier. Dabei teilen sich die Geschwister den Klavierhocker, denn sie spielen vierhändig. Für ihre Darbietung erhielten sie beim Wettbewerb Ende Januar von der Jury 24 von 25 möglichen Punkten. Das bedeutet: erster Platz. Paul Sevenich, Vorsitzender des Regionalausschusses von Jugend musiziert und Leiter der Ratinger Musikschule, ist über den Auftritt des eher ungewöhnlichen Duos erfreut: "Es ist nicht selbstverständlich, dass Geschwister so gut miteinander auskommen, dass sie zusammen zu Jugend musiziert gehen", sagt er lächelnd.

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Auch die übrigen vierzehn Darbietungen der jungen Preisträger in den Wertungskategorien Blas- und Zupfinstrument, Klavier vierhändig, Klavier und Streichinstrument, Schlagzeug sowie "Besonderes Ensemble" können sich hören und sehen lassen: Beim Regionalwettbewerb räumten alle Teilnehmer einen ersten, zweiten oder dritten Platz ab. Der Einblick in das musikalische Können der Kinder und Jugendlichen beeindruckt auch Landrat Thomas Hendele: "Welch ein wunderbares Konzert", sagt er und lobt das "fantastische Ergebnis" der 200 Teilnehmer, von denen sich 62 für den Landeswettbewerb qualifiziert haben. Ein besonderes Highlight boten Elias Feldmann (15) an der Violine und Alexander Brzoska (16) am Klavier. Sehr ausdrucksvoll präsentierten sie "Subito" von Witold Lutosawski. Für ihren Auftritt erhielten die beiden hoch qualifizierten Nachwuchskünstler die volle Punktzahl. Das ist für Elias nichts Neues: Er qualifizierte sich bereits seit seinem sechsten Lebensjahr für Landes- und Bundesentscheide des Wettbewerbs und erzielte 2016 sogar den zweiten Preis auf Bundesebene. Bei so viel Talent ist es auch kein Wunder, dass der Preis des Deutschen Tonkünstlerverbandes für die "Darbietung eines zeitgenössischen Werks" an das talentierte Duo Elias und Alexander ging.

Bis Thomas und Sophia so gut spielen können, dauert es vielleicht noch ein wenig. Am Landeswettbewerb dürfen sie noch nicht teilnehmen. Dazu sind sie noch zu jung.

(RP)