Kreis Mettmann: Geocacher zerstören Fledermaus-Höhlen

Kreis Mettmann: Geocacher zerstören Fledermaus-Höhlen

Naturschützer des NABU haben kreisweit Probleme mit Randalierern.

Immer wieder gibt es Menschen, die die Bemühungen des Naturschutzbundes Deutschland um den Artenerhalt zunichte machen, beklagte der NABU-Kreisverband Mettmann auf seiner Mitgliederversammlung. Der Monheimer Stadtbeauftragter Frank Gennes berichtete von der mutwilligen Zerstörung eines Insektenhotels an Silvester. Noch schwerwiegendere Probleme gibt es in Velbert. In einem Stollen bei Dornap wurden 57 winterschlafende Fledermäuse gezählt, die den Winter wohl nicht überlebt haben.Dort gebe es vermehrt Ärger mit randalierenden Geocachern, die Gitter von gesperrten Stollen entfernten und nicht davor zurückschreckten, Betonwände zu demolieren. "Das hat nichts mehr mit der Idee des Geocachens zu tun", kommentierte Kreisverbands-Vorsitzender Wolfgang Sternberg. "Wir sollten gemeinsam mit dem BUND das Gespräch mit der Unteren Naturschutzbehörde suchen."

Für 2018 hat der NABU seinen Schwerpunkt auf den Rückgang der Artenvielfalt, insbesondere das Insektensterben, gesetzt. "Viele Gemeinden wollen das Thema aufnehmen, das ist positiv", findet Sternberg. Die Tätigkeit der Ortsgruppen umfasst Standardaufgaben wie Aufstellung der Krötenzäune, Hecken- und Obstbaumpflege, Wiesenmahd und Säuberung von Nistkästen. In 2017 hat sich die Ortgruppe Langenfeld neu gegründet, so dass es nun keine "weißen Flecken" mehr auf der Kreis-Landkarte gibt. Hervorzuheben sei die Beteiligung an dem Wettbewerb "Naturnahe Gärten/Balkone/Terrassen in Langenfeld". Der neue Vorstand: Wolfgang Sternberg und Markus Rotzal, Schatzmeister: Klaus Bauer, Beisitzer: Helga Wilmes-Sternberg, Frank Gennes und Dietmar Albrecht. Neuer Beisitzer wurde Michael Hungenberg, Stadtbeauftragter von Langenfeld.

(tpp)