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Langenfeld: Fußball-WM löst Boom bei Kindern aus

Langenfeld : Fußball-WM löst Boom bei Kindern aus

Jugendleiter und Trainer sind sicher: Nach den Sommerferien wollen viele Mädchen und Jungen in Vereinen kicken.

Sportvereine rechnen aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft mit einem verstärkten Zulauf von Kindern und Jugendlichen. Das berichten Trainer, Jugendwarte und Vorstände in einer kleinen RP-Umfrage. "Die Erfahrung aus früheren Jahren zeigt das", sagt beispielsweise Erwin Weber, Vorsitzender des SV Hilden-Ost. "Die Kinder sind von der WM begeistert." Diese durch den Titelgewinn des deutschen Teams beflügelte Begeisterung werde auch die Eltern dazu motivieren, "schneller ja zu sagen, wenn es darum geht, mit dem Vereinssport anzufangen", sagt Weber. Rund 220 Kinder kicken zurzeit beim SV Hilden-Ost. Weber rechnet damit, dass sich im Windschatten der WM nach den Ferien verstärkt Nachwuchs für die Bambini, die F- und die E-Jugend einfindet - also Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren.

Auch der FC Monheim rechnet jetzt mit vielen neuen Kindern, die sich für die E-Jugend anmelden. "Das war bisher immer nach Turnieren der Fall", berichtet Stefan Dunke, Trainer der B-Jugend. Und auch Reiner Zabelberg, Jugendleiter des SC Reusrath in Langenfeld, ist sicher: "Jetzt werden bestimmt wieder neue Spieler kommen, die sich vornehmlich in der E-, F- und G-Jugend anmelden." Das zeige die Erfahrung: "Nach der WM 2006 hatten wir eine F-Jugend-Mannschaft, die 40 bis 50 Kinder umfasste."

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Auch Steffen Behnke, Jugendpressewart der SSVg 06 Haan, ist zuversichtlich: "Für die Kinder ist das auf jeden Fall eine Motivation." Er hofft, dass sich vor allem noch mehr Mädchen für den Fußball begeistern, denn der Verein plant, in diesem Bereich nach einem U 13- und einem U 15-Team erstmals auch eine U 11-Mannschaft aufzubauen. Rund 320 Kinder und Jugendliche kicken zurzeit bei der SSVg 06 Haan. Sie haben ihre Favoriten: "Natürlich Manuel Neuer, ganz klar. Außerdem Marco Reus und Thomas Müller", hat Behnke beobachtet.

Dabei geben sich die Vereine sehr selbstbewusst. "Wir sind der Grundstock für die Deutsche Nationalmannschaft", sagt der Monheimer Stefan Dunke. Und Zabelberg betont: "Der SC Reusrath entwickelt ebenfalls die Stars von morgen. Mahmoud Dahoud ist solch ein Spieler. Er wach sechs Jahre in unserer Nachwuchsabteilung und wechselte dann zu Fortuna Düsseldorf. Gerade ist er in die Profimannschaft von Borussia Mönchengladbach gekommen." Zabelberg ist sicher: "Viele Kinder und Jugendliche wollen einen ähnlichen Weg gehen."

Behnke verweist nicht ohne Stolz auf den Profi Elias Kachunga vom SC Paderborn 07, der von 2000 bis 2004 beim SSVg trainierte, sowie auf Laura Leluschko, die bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag steht und von 2004 bis 2010 in Haan spielte. "Die Fußballstars kommen aus Vereinen, die so klein sind wie unsere."

Übrigens: Die Nachfrage nach Deutschland-Trikots mit vier Sternen groß ist. Die weißen Trikots für die Heimspiele werden im August geliefert, die schwarz-roten Trikots für Auswärtsspiele ab September.

(RP)