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Für Großbaustelle am Rathaus Bäume entfernt

Umgestaltung Konrad-Adenauer-Platz : Für Großbaustelle am Rathaus Bäume entfernt

Der Konrad-Adenauer-Platz wird jetzt bis zum Herbst für rund 2,2 Millionen Euro umgestaltet. Er soll schöner, grüner und barrierefrei werden.

Das ging ruck, zuck: Mit der Motorsäge haben Arbeiter direkt neben dem Rathaus ein Dutzend Bäume abgeholzt und Büsche gerodet – was wegen der Brutzeit von Vögeln vor dem 1. März geschehen musste. So zeigt sich nunmehr der durch Stufen, Mäuerchen und Pflasterbeläge aller Art verbaute Konrad-Adenauer-Platz in seiner ganzen Nüchternheit. Doch das soll sich durch den jetzt startenden Umbau ändern. Nach dem abgebildeten Entwurf des Landschaftsarchitekten Matthias Förder wird dieser zentrale Platz bis zum Herbst für rund 2,2 Millionen Euro deutlich aufgehübscht.

Die Zielvorgabe an Förder und dessen Team lautete: Weg mit den Barrieren, stattdessen ein einladender Platz mit mehr Grün, Sitzmöglichkeiten, Wasser, Spielgeräten und wirkungsvoller Beleuchtung! Mehr Außengastronomie, Bäume und Bänke sollen die Aufenthaltsqualität neben dem Rathaus erhöhen. Nach Angaben des städtischen Projektleiters Denis Kynast wird die neue Großbaustelle in der City nacheinander in drei Abschnitten abgewickelt, deren genaue Termine noch mit den Baufirmen abzustimmen seien. Als Ersatz für die abgeholzten Bäume und Ergänzung seien neun neue Platanen, neun Ahornbäume, und 13 Blumeneschen sowie 16 Hartriegel-Sträucher vorgesehen.

Der entlang des hinteren Rathaustrakts (links) geplante Spielplatz und darüber die künftig ebene Fläche mit viel neuem Grün, Bänken und Wasser. Foto: Landschaftsarchitekt Matthias Förder/Skizze: Förder

Die Arbeiten beginnen laut Kynast entlang des Häuserblocks am Südrand des Konrad-Adenauer-Platzes und gleich um die Ecke in der Kurt-Schumacher-Straße. Im zweiten Bauabschnitt folgt der zentrale Teil, der nach dem Abbau des Posthorn-Brunnens zur barrierefreien Neugestaltung auf eine einheitliche Ebene angehoben wird. Und zuletzt wird Kynast zufolge der nördlich in Richtung Theodor-Heuss-Straße anschließende Spielplatz errichtet. Die ausführenden Baufirmen werden laut Volker Ritzmann aus dem Tiefbau-Referat angewiesen, „grundsätzlich zu jeder Zeit die Zugangsmöglichkeit zu den Geschäften zu gewährleisten“. Hierzu gab es am Mittwoch eine Versammlung mit den Ladeninhabern.

In die genannten Gestaltungsvorgaben an Förder und dessen Team gingen etliche Wünsche und Anregungen ein, die Bürger und ansässige Geschäftsleuten bei zwei Treffen Ende 2017 geäußert hatten. Hierauf pochten auch die Stadtpolitiker mit diversen Beschlüssen. Unter anderem soll ein interaktives Spielgerät Kinder nicht nur bespaßen, sondern auch Reaktion und Denkvermögen fördern. Wie die Skizze zeigt, wird dieser Spielplatz zwischen dem hinteren Rathaustrakt und dem Rathausparkplatz entstehen.

 Nach Förders Angaben sind auf dem 7000 Quadratmeter umfassenden Areal viele Bäume, Hecken sowie Beete mit Stauden und Gräsern vorgesehen. Grün statt Beton – so lautet die Devise für den Umbau zwischen Kurt-Schumacher-Straße und dem Zugang zum Rathaus sowie für das neue Entree zur Theodor-Heuss-Straße. Das zerstückelte Areal soll nach dem Entwurf der Landschaftsarchitekten ein „Platz mit klaren Strukturen“ werden.

Der Platz wird laut Förder barrierefrei. Bestehende Höhenunterschiede fallen weg. Der grau-schwarz-nuancierte Plattenbelag orientiere sich an der Solinger Straße. Unter den Bäumen entstehe eine „wassergebundene Wegedecke“. Ein Leitsystem für Blinde und Sehbehinderte bestehe aus Rippen- und Noppenplatten. Radfahren wird auch nach dem Umbau erlaubt sein.

Die Pflanzinseln auf der Platzmitte werden Sitzmauern haben, teilweise Rückenlehnen. Für die bislang etwas abgehängte Kurt-Schumacher-Straße sehen die Landschaftsarchitekten schlanke Designerkübel aus Stahl vor. Kinder können zusätzlich zum genannten Spielplatz auch mit Wasser spielen, das aus Düsen in einem großen Tisch plätschert und seitlich herunter fließen wird. Leuchten setzen sowohl in der Mitte als auch an den Ausgängen Akzente. Überall auf dem Platz soll es drahtlosen Internet-Empfang (W-Lan) geben. Auch ein Trinkwasserspender und ein öffentlicher Bücherschrank sind vorgesehen.