Onlinevortrag Verbraucherzentrale NRW beantwortet Fragen von FTI-Betroffenen

Langenfeld/Monheim · Die FTI-Insolvenz trifft viele deutsche Urlauber. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt, was Reisende jetzt wissen sollten, und beantwortet Fragen in einer kostenlosen digitalen Veranstaltung.

 Das Logo des Reiseveranstalter FTI (FTI Group) steht an der Firmenzentrale vor einem Reisebüro (Archiv).

Das Logo des Reiseveranstalter FTI (FTI Group) steht an der Firmenzentrale vor einem Reisebüro (Archiv).

Foto: dpa/Sven Hoppe

Die FTI Touristik GmbH, Europas drittgrößter Reiseveranstalter, ist seit dem 3. Juni 2024 insolvent. Für betroffene Reisende stellen sich eine Menge Fragen: Was muss ich tun, wenn ich bereits gebucht habe oder sogar schon unterwegs bin? Werde ich alle Leistungen erhalten? Wie gehe ich mit aktuellen Rechnungen um? Soll ich stornieren, wenn die Reise in der Zukunft liegt? Dies und mehr erklärt die Verbraucherzentrale NRW in einem kostenlosen Online-Vortrag am Donnerstag, 13. Juni, von 12 bis 12.45 Uhr. Für den Vortrag muss man sich online über die Homepage der Verbraucherzentrale anmelden.

Iwona Husemann, Juristin und Reiserechtsexpertin der Verbraucherzentrale NRW, erläutert in ihrem Vortrag die wichtigsten Fakten und Hintergründe. Unter anderem geht es darum, welche FTI-Marken und Anbieter von der Insolvenz genau betroffen sind, welche Folgen eine Stornierung durch den Anbieter hat und in welchen Fällen der Absicherungsschutz durch den Deutschen Reisesicherungsfonds greift.

Über den Chat können die Teilnehmenden anschließend Fragen stellen. Die Fragen und Antworten fließen in eine Liste häufig gestellter Fragen ein, die die Verbraucherzentrale bereits im Internet zum Thema FTI-Insolvenz zur Verfügung stellt und laufend aktualisiert.

Helfen kann jetzt ist der Deutsche Reisesicherungsfonds, den es seit 2021 gibt. Er soll sich bei einer Pleite eines Reiseanbieters um die Erstattung der Vorauszahlungen der Kunden, gegebenenfalls den Rücktransport gestrandeter Urlauber sowie deren Unterbringung bis zum Rücktransport kümmern.

Der von der deutschen Touristikwirtschaft organisierte und vom Bundesjustizministerium beaufsichtigte Fonds war nach der Insolvenz des Reisekonzerns Thomas Cook im September 2019 gegründet worden. Die Versicherung hatte damals wegen einer Haftungsbeschränkung nur einen Bruchteil der Kosten ersetzt, der Staat sprang mit Millionen ein.

Die FTI Group mit etwa 11.000 Beschäftigten war in der Corona-Pandemie, die die Branche in eine schwere Krise stürzte, in Bedrängnis geraten. Zuletzt sah sich der nach Tui und DER Touristik drittgrößte europäische Reisekonzern dank gestiegener Nachfrage wieder auf Kurs. Im vergangenen Geschäftsjahr 2022/2023 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzplus von zehn Prozent auf 4,1 Milliarden Euro und erwirtschaftete einen Ertrag in zweistelliger Millionenhöhe. Nähere Details zum Ergebnis machte das Unternehmen nicht. Hauptgesellschafter war zuletzt die ägyptische Investoren-Familie Sawiris.

(fbu)
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