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Zugabe Unser Senf Zum Wochenende: Frühwinter-Freuden und Anwohnerzorn

Zugabe Unser Senf Zum Wochenende : Frühwinter-Freuden und Anwohnerzorn

Am Freitag brummten noch die großen Eismaschinen auf dem Langenfelder Marktplatz. Von Samstag an soll für die nächsten Wochen bis einen Tag vor Heiligabend an gleicher Stelle beim Betreiber der überdachten Schlittschuhbahn das Geschäft brummen. Dazu ringsum die Buden des Weihnachtsmarkts und Lichterketten: Der Winter hält im Zentrum ganz sportlich und auf charmante Weise Einzug; noch ohne Schneefall, aber vielleicht kommen die ersten Flocken ja in den nächsten Tagen reingeschneit.

Kalt genug ist es immerhin. Mit Glühwein, Kinderpunsch und gebrannten Mandeln wird es den Besuchern der Weihnachtsmärkte schnell warm werden. Die Auswahl an Gelegenheiten dieser Art ist am Wochenende in der Langenfelder Innenstadt (und obendrein in Berghausen) üppig. Durch den verkaufsoffenen Sonntag wird morgen in einer belebten City das Geschäft weiter angekurbelt. Zur Freude derer, die in entspannter Atmosphäre Einkäufe erledigen können. Und zum Verdruss derer, die heftige Kritik gegen offene Läden an Sonntagen im Allgemeinen und am Adventssonntag im Besonderen vorgebracht haben.

Deftige Worte fielen am Donnerstagabend auch im Bürgersaal des Rathauses. Anwohner des nach dem Schweizer Auguste Piccard (sprich: Oschüst Pikar) benannten Wegs, einer Stichstraße der Theodor-Heuss-Straße, nutzten im Planungsausschuss die Gelegenheit der Bürgern eingeräumten Frageviertelstunde, um ihren Ärger gegen die wahrscheinliche Zufahrt durch ihre Straße in ein geplantes Neubaugebiet (siehe unten stehenden Bericht) vorzubringen.

Einer warf der Verwaltung "Lüge" vor, ein anderer kündigte Lynchjustiz für den Fall an, dass ein Autofahrer dereinst sein in der verkehrsberuhigten Zone spielendes Kind totfahren sollte. Der dezente Hinweis der Verwaltung, dass durch die neue Nachbarschaft pro Tag 240 Autofahrten mehr zu erwarten seien und somit etwa alle zwei Minuten ein zusätzliches Auto vorbeirollen werde, ging eher unter. Die Mehrheit von CDU, SPD und FDP ließ sich durch den Anwohner-Protest nicht davon abbringen, die Zufahrt über den Auguste-Piccard-Weg abzunicken. Sie folgten den Argumenten des Landesbetriebs Straßen, ein Direktanschluss an die B 8 sei zu gefährlich. Stimmt ja auch! mei

(RP/ac)