Monheim: Flower Power: Kita feiert Geburtstag

Monheim : Flower Power: Kita feiert Geburtstag

Die Kita St. Johannes feiert ihr 40-jähriges Bestehen und erinnert mit einem Fest an die 70er Jahre. Über 1000 Kinder wurden seither dort betreut.

Unter dem Motto "Flower Power - Die verrückten 70er Jahre" feiert die Kindertagesstätte (Kita) St. Johannes, Friedenauerstraße 19a, am kommenden Sonntag von elf bis 15 Uhr ihr 40-jähriges Bestehen. "Auch unsere heutige pädagogische Arbeit ist mittlerweile so vielfältig und bunt wie diese Zeit", sagt Susanne Skoruppa, Leiterin der Kita. So seien in der Kindertagesstätte mittlerweile Kinder aus zehn verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen. Damit begegneten die Kinder schon früh unterschiedlichen religiösen Symbolen und kulturellen Bräuchen.

Für das Jubiläumsfest haben die Kinder viele kreative Dinge angefertigt, die zum Verkauf stehen. Auch die Elternschaft unterstützt die Feier mit selbstgekochten Marmeladen und frischen Grillangeboten. Die Kinder führen den Tanz "Hier kommt die Maus" auf und tragen Lieder vor. Höhepunkt des Festes ist die Eröffnung der Kinder-Aktionen mit einer Modenschau zu den 70-er Jahren. Danach lassen die Kinder bunte Luftballons aufsteigen.

Ohne Chronik kein Jubiläumsfest. Am 2. Mai 1978 wurde die Kita St. Johannes unter der Trägerschaft der katholischen Pfarrgemeinde St. Gereon mit zwei Kindergartengruppen unter der Leitung von Schwester Maria Hildegard eröffnet. Im September kamen zwei weitere Familiengruppen mit je fünf Hortkindern und zehn Kindergartenkindern dazu. Am 1. September 1979 wurde die Hortgruppe mit 20 Kindern neu eröffnet. Damit wurden insgesamt 85 Kinder betreut. Nachdem Schwester Hildegard im April 2004 in den Ruhestand ging, wird die Einrichtung seit Mai 2004 bis heute von Susanne Skoruppa geleitet. In 2006 wurden sowohl die Kita St. Johannes als auch das Johanneshaus vom Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) Monheim übernommen.

Mehr als 1000 Kinder besuchten in den 40 Jahren die Kindertagesstätte. In dieser Zeit entwickelte sich die Kita. So wurde ein grünes Dach angelegt. Im August 2006 musste der Hort geschlossen werden. Zunächst wurde sie dreigruppig weitergeführt. Ab August 2008 kam eine vierte Gruppe für Kinder r von zwei bis drei Jahren hinzu. Ein Erweiterungsanbau für den größeren Raumbedarf komplettierte die Einrichtung. 2016 wurde das großzügige Außengelände mit tatkräftiger Hilfe der Eltern und der Mitarbeiter, sowie der finanziellen Unterstützung des SKFM verschönert. Seither gibt es viele zusätzliche Spielmöglichkeiten. Seit zwei Jahren bietet die Kita acht Förderplätze an.

Im Jahr 2007 qualifizierte sich die Kita mit vier weiteren Einrichtungen im Berliner Viertel zum "Familienzentrum". Mit den Kitas St. Gereon und St. Dionysius bildet die Einrichtung seit 2011 das "Katholische Familienzentrum Monheim und Baumberg".

Bis heute besuchen ehemalige Kita- und Hortkinder ihre Erzieher. "Über all die langen Jahre haben sich Eltern und ihre Kinder hier immer gut aufgehoben gefühlt", berichtet Helga Schmidt, die seit 1989 in der Einrichtung arbeitet. "Sie haben familiäre Begleitung erfahren." Dazu habe das Leitbild des SKFM beigetragen, religiösen Themen in der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern Bedeutung beizumessen. "Kollegialität, Respekt und Teamarbeit sowie die kulturelle Vielfalt zeichnen deshalb den Umgang aus", ergänzt Skoruppa.

(RP)
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